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Arbeitssenatorin Breitenbach: „Mehr sozialversicherungspflichtige Jobs – weniger atypische und prekäre Beschäftigung für Berliner Erwerbstätige“

Pressemitteilung vom 31.03.2017

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen erklärt die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach:

„Auch im Monat März ist die Arbeitslosigkeit in Berlin weiter gesunken. Gleichzeitig hält der Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse unvermindert an. So waren im Januar 2017 in Berlin 1.395.000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 58.900 Menschen mehr als im Januar des Vorjahres. Hier liegt Berlin mit einer Steigerung von 4,4 Prozent erneut über dem Bundesdurchschnitt; dieses Mal mit 2,0 Prozentpunkten.

Allerdings dürfen wir die Augen nicht davor verschließen, dass in unserer Stadt dennoch sehr viele Menschen atypisch oder prekär beschäftigt sind. So sind für rund 144.000 Berlinerinnen und Berliner Minijobs die einzige Erwerbsquelle. Weil das Geld nicht zum Leben reicht, muss knapp ein Fünftel der Minijobberinnen und Minijobber zudem aufstockende Leistungen beantragen. Das muss sich ändern, indem nicht existenzsichernde Minijobs eingedämmt und letztlich sozialversicherungspflichtig gemacht werden. Hier ist der Bund gefordert, neue Finanzierungsmodelle zu entwickeln. Mit unserer Kampagne ‚Joboption – Warum Minijob? Mach mehr draus!‘ haben wir auf der Landesebene ein Projekt initiiert, das darauf zielt, Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umzuwandeln.“

Im März waren in Berlin insgesamt 174.629 Arbeitslose gemeldet. Das waren 4.974 weniger als im Vormonat und 15.838 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 9,4 Prozent. Sie lag damit um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat und um 1,0 Prozentpunkt unter dem Wert des Vorjahres.

Hinzu kommen noch all diejenigen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind.