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Arbeitssenatorin Breitenbach: Langzeitarbeitslosigkeit ist eine politische Herausforderung

Pressemitteilung vom 03.01.2017

Im Dezember waren in Berlin insgesamt 172.604 Arbeitslose gemeldet. Das waren 1.730 mehr als im Vormonat, aber 11.663 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 9,2 Prozent. Sie lag damit gleichauf mit dem Wert im Vormonat und um 0,9 Prozentpunkte unter dem des Vorjahres. Hinzu kommen noch all diejenigen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind.

1.388.600 Personen waren im Oktober sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 47.454 mehr als ein Jahr zuvor. Mit dieser Steigerung von 3,5 Prozent liegt Berlin weiter über dem bundesdeutschen Durchschnitt, diesmal um 2,3 Prozentpunkte.

Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach erklärt: „Die Entwicklung auf dem Berliner Arbeitsmarkt ist weiter positiv. Gemeinsam mit allen Akteuren am Arbeitsmarkt dürfen wir dennoch in unserem Bestreben nicht nachlassen, Arbeitslosigkeit in der Stadt weiter ab- und existenzsichernde Beschäftigung weiter aufzubauen. Dabei dürfen wir nicht aus dem Auge verlieren, dass die Zahl von 52.952 langzeitarbeitslosen Menschen in der Stadt noch immer bedrückend hoch ist. Langzeitarbeitslosigkeit ist kein Schicksal, sondern eine Herausforderung für uns alle, für die Unternehmen und die Politik gleichermaßen.

Um ihr zu begegnen, bedarf es großer Anstrengungen. So werden wir prüfen, wie bei der Vergabe öffentlicher Aufträge gezielt Langzeitarbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können. Aber auch die Unternehmen müssen umdenken: weg von Vorurteilen gegenüber Menschen, die bereits länger arbeitslos sind, hin zur Bereitschaft, ihnen Türen in die Arbeitswelt zu öffnen. Das ist nicht nur wichtig für die Betroffenen, sondern auch ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft, denn wer Fachkräfte will, darf auch Langzeitarbeitslose nicht abschreiben. Schließlich ist der Bund gefordert, gesetzliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche und nachhaltige Integration Langzeitarbeitsloser in Arbeit zu schaffen. Dafür werden wir uns einsetzten. Es muss Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanziert werden.“