Früherkennungsuntersuchungen

Ärztliche Untersuchung eines Mädchens mit einem Stethoskop
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Früherkennungsuntersuchungen für Kinder

Für Kinder gibt es zehn Früherkennungsuntersuchungen (U1 bis U9), die dabei helfen, Entwicklungsstörungen und Krankheiten frühzeitig zu erkennen. So können eventuell notwendige Behandlungen rechtzeitig eingeleitet werden. Auch bei bisher immer unauffälligen Ergebnissen ist es wichtig, dass jede einzelne Untersuchung wahrgenommen wird. Denn Zeitpunkt und Inhalt der Früherkennungsuntersuchungen sind sorgfältig auf die verschiedenen Entwicklungsphasen der Kinder abgestimmt. Zudem sind einige Störungen und Erkrankungen erst ab einem bestimmten Alter erkennbar.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat ausführliche Informationen zu den Früherkennungsuntersuchungen für Kinder zusammengestellt.

Einladungswesen und Rückmeldeverfahren

Um sicherzustellen, dass alle Berliner Kinder regelmäßig an den Untersuchungen teilnehmen und damit Möglichkeiten für eventuell notwendige Hilfen durch den öffentlichen Gesundheitsdienst oder die Kinder- und Jugendhilfe zu eröffnen, gibt es in Berlin ein verbindliches Einladungswesen und Rückmeldeverfahren. Eltern, die ihr Kind nicht in dem dafür vorgesehenen Zeitraum zu den Früherkennungsuntersuchungen der Stufen U4 bis U9 in einer Kinderarztpraxis vorstellen, werden durch die Zentrale Stelle daran erinnert, den anstehenden Termin in Anspruch zu nehmen.
Die Teilnahme an einer Früherkennungsuntersuchung wird von der Kinderärztin bzw. dem Kinderarzt auf einem Rückmeldebogen dokumentiert und per Fax oder per Freiumschlag an die Zentrale Stelle bei der Charité-Universitätsmedizin Berlin gesandt, die für das Einladungswesen und das Rückmeldeverfahren zuständig ist. Wird die Untersuchung trotz der Einladung nicht wahrgenommen, wird den Eltern ein Hausbesuch und bei Bedarf Beratung und Unterstützung angeboten.

Erweiterte Früherkennungsuntersuchungen für Kinder und Jugendliche

Zwischen den verschiedenen Früherkennungsuntersuchungen für Kinder und Jugendliche liegen zum Teil große zeitliche Abstände. Durch die Einführung eines erweiterten Präventionsangebotes für diese Altersgruppe sollen Qualität und Umfang der Vorsorge erhöht werden. Ziel ist es, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit den Eltern und der Familie explizit früh und nachhaltig zu fördern. So können Entwicklungsstörungen frühzeitig vermieden beziehungsweise rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Dafür haben der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. mit dem BKK Landesverband Mitte und der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin zusätzliche Untersuchungen vereinbart.