Veranstaltungen

Terminplaner mit Stift
Bild: Detlef / Fotolia.com

2015

Konferenz: “Neue Herausforderungen für den Öffentlichen Gesundheitsdienst in der Metropole Berlin”
im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt (19.11.2015)

Mit dem Gesundheitsdienstreformgesetz vom Mai 2006 war der Versuch unternommen worden, die Arbeit des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Berlin stärker an den Grundsätzen von Public Health zu orientieren. Neben Schwerpunktsetzungen, wie z. B. auf einer integrierten Gesundheits- und Sozialberichterstattung sowie auf einer sozialindikativen Gesundheitsplanung wurden als Primat des Handelns Beratung, Koordination und Steuerung in den Vordergrund gestellt, gegenüber einer eigenen Aufgabenwahrnehmung, die grundsätzlich subsidiär und sozialkompensatorisch erfolgen sollte, soweit dies nicht anders bestimmt worden ist.
Bei der diesjährigen Konferenz wurde der Frage nachgegangen, welche neuen Anforderungen an den ÖGD in unserer Stadt gestellt werden und inwieweit diese einen Niederschlag bei einer Novellierung des Gesundheitsdienst-Gesetzes finden müssten.
Ausgehend von einem Impulsvortrag zum Thema „Was bewegt den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Deutschland“, sollte mit Blick auf Berlin anhand der im Programm aufgeführten fünf ausgewählten Themenblöcke, sowohl aus gesamtstädtischer als auch aus bezirklicher Perspektive aufgezeigt werden, wie sich das Aufgabenspektrum verändert hat. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungstendenzen galt es im zweiten Teil der Konferenz zu prüfen, welche Anforderungen an ein zeitgerechtes Gesundheitsdienst-Gesetz zu stellen sind, damit für ein neues GDG Anregungen gegeben werden können, die dazu beitragen, dass sich eine Novellierung desselben nicht als „Alter Wein in neuen Schläuchen“ sondern als „Aufbruch zu neuen Ufern“ erweisen wird.
Die Konferenz war eine gemeinsame Veranstaltung der Berliner Gesundheitsämter, der Organisationseinheiten “Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination des öffentlichen Gesundheitsdienstes” und der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales mit freundlicher Unterstützung des Verbandes der Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes.”

Kontakt

Anmerkungen zu den einzelnen Themenblöcken, Kommentare zur Diskussionsrunde wie auch Gedanken zur Fortentwicklung des ÖGD und des GDG können Sie uns auch nach der Veranstaltung noch gerne über das Kontaktformular oder per E-Mail zukommen lassen

Die Konferenz ist eine gemeinsame Veranstaltung

mit freundlicher Unterstützung

Programm der Konferenz "Neue Herausforderungen für den Öffentlichen Gesundheitsdienst in der Metropole Berlin"

PDF-Dokument (204.1 kB)

2014

Konferenz: “Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen: Mittendrin und trotzdem draußen? Die Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste und ihre Partner” im Rathaus Charlottenburg (12.11.2014)

Die Versorgung seelisch und psychosomatisch kranker und traumatisierter Kinder und Jugendlicher sowie ihrer Familien hat in Berlin beachtliche Fortschritte erzielt. Dennoch ist es notwendig, weitere erhebliche Anstrengungen im präventiven, diagnostischen, therapeutischen und reintegrierenden Bereich zu unternehmen, um Entwicklungsrisiken entgegenzuwirken.
Denn neben biologischen und anlagebedingten Faktoren tragen belastende familiale und psychosoziale Einflüsse zur aktuellen Problemlage bei. Zum anderen zeigt sich, dass wirksame kinder- und jugendpsychiatrischer Behandlung nicht isoliert von Einflüssen und Unterstützung im familialen- und schulisch-pädagogischen Feld sowie dem Feld der Jugendhilfe zu sehen ist (nach Naumann, H. und Bielke, O.: AG KJPP – Bericht Teil II – Ambulante Versorgung 2010).

In diesem komplexen Geschehen ist der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst ein wichtiges Glied in der Leistungskette der Versorgung seelisch kranker, behinderter und von Behinderung bedrohter junger Menschen. Dabei richtet er sein Augenmerk insbesondere auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die einen fachübergreifenden Hilfebedarf haben und bei denen ein hohes Maß an Zusammenarbeit zwischen Jugend- und Schulamt, Kliniken, niedergelassenen Ärzten/Therapeuten und dem Fachdienst erforderliche ist. Daneben versuchen die KJPD’s an der Fort- und Weiterentwicklung der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung unter Berücksichtigung sozialer Zusammenhänge mitzuwirken und die Kooperation zwischen allen an der Betreuung von Kindern und Jugendlichen beteiligten Institutionen und Einrichtungen im Sinne eines abgestimmten Betreuungs- und Behandlungssettings weiter zu stärken. Inwieweit dies gelingt, sollte im Rahmen der Veranstaltung aus Sicht seiner Partner kritisch hinterfragt und geprüft werden.

Weitere Schwerpunkte der Konferenz waren Themen wie Kinder psychisch kranker Eltern und suchtkranker Eltern im Kontext mit neuen Ergebnissen aus der Resilienzforschung, Behandlung und Integration von Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungstraumata und Integration/Inklusion von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen in Schulen.

Die Konferenz war eine gemeinsame Veranstaltung der Berliner Gesundheitsämter, der Organisationseinheiten “Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination des öffentlichen Gesundheitsdienstes”, der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales mit freundlicher Unterstützung des Verbandes der Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, der Berlin School of Public Health und der Ärztekammer Berlin.

Programm der Konferenz "Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen: Mittendrin und trotzdem draußen? Die Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste und ihre Partner"

PDF-Dokument

2013

Konferenz “Der Öffentliche Gesundheitsdienst Berlin als Teil der regionalen psychiatrischen Pflichtversorgung” im Rathaus Schöneberg (20.11.2013)

Psychische Erkrankungen sind Teil des Lebens vieler Menschen. Im Rahmen der gesetzlichen Versorgungspflicht des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) werden in Berlin für psychisch erkrankte und suchtkranke Menschen individuelle, lebensfeldbezogene, personenzentrierte Hilfen in den Bezirken verwirklicht. Für Betroffene existiert ein hochqualifiziertes, wohnortnahes Behandlungs- und Unterstützungssystem. Es vereinigt alle relevanten bezirklichen Träger sowie die Einrichtungen des ÖGD, einschließlich der bezirklich zuständigen Klinik, die direkt zusammenarbeiten und die Versorgung sicherstellen. Der ÖGD nimmt dabei eine zentrale Rolle ein, indem er die regionalen Bezüge koordiniert und in steuernder Rolle die Versorgungspflicht der Bezirke und des Landes Berlin umsetzt.

Allerdings ist ein Umbruch in diesem komplexen Systems zu beobachten. Beispielsweise ändern sich die Krankheitsbilder der Betroffenen. Ein zunehmender Kostendruck führt zu verkürzter Verweildauer in der allgemeinpsychiatrischen Klinikbehandlung und damit zu einer erhöhten Forensifizierung. Aufgrund veränderter Bedarfe weist die Versorgungslandschaft Lücken auf.

Diese bedenklichen Trends wurden gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Landesregierung, der Bezirke, den Wohlfahrtsverbänden, Krankenhäusern und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie Psychologinnen und Psychologen analysiert. Die Rolle des ÖGD als Teil der regionalen psychiatrischen Pflichtversorgung wurde aus der Sicht seiner Partner, aber auch aus der Sicht von Betroffenen und Ihrer Angehörigen sowie aus Sicht der Wissenschaft diskutiert.
Neue Ziele und Strategien wurden erörtert, um die steuernde Rolle des ÖGDs neu zu adjustieren und den derzeitigen Problemen im Versorgungssystem entgegenzuwirken.

Die Konferenz war eine gemeinsame Veranstaltung der Berliner Gesundheitsämter, der Organisationseinheiten “Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination des öffentlichen Gesundheitsdienstes”, der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales mit freundlicher Unterstützung des Verbandes der Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, der Berlin School of Public Health und der Ärztekammer Berlin.

Programm der Konferenz "Der Öffentliche Gesundheitsdienst Berlin als Teil der regionalen psychiatrischen Pflichtversorgung"

PDF-Dokument (89.2 kB)

2012

Konferenz “Gesundheitsdienst und Wissenschaft: Gemeinsam in öffentlicher Verantwortung” im Rathaus Charlottenburg (26.10.2012)

Das Wohlergehen der in einem Staat lebenden Menschen, ihre Gesundheit und gesundheitliche Versorgung sind eine öffentliche Angelegenheit. Es handelt sich um eine res publica im klassischen Sinne, genau wie die sozialen Lebensgrundlagen, der Öffentliche Nahverkehr oder das Recht auf Bildung. Wir haben heute in Deutschland – und in Berlin – nicht nur eine längere Lebenserwartung als je zuvor. Wir leben auch bedeutend länger bei guter Gesundheit. Zu dieser Entwicklung hat der ÖGD mit seinen Leistungen maßgeblich beigetragen.

Um diese Entwicklung fortzuschreiben und die Gesundheit der in Berlin lebenden Menschen mit Hilfe des ÖGD weiter zu verbessern, bedarf es einer Vernetzung der Beteiligten sowie einer evidenz-basierten Diskussion der empirischen Faktoren, die Krankheit und vorzeitige Sterblichkeit erhöhen bzw. vermeiden. Hierzu sollte die Konferenz einen Beitrag leisten.

Die Konferenz war eine gemeinsame Veranstaltung der Berliner Gesundheitsämter und der Berlin School of Public Health (BSPH) an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Unterstützt wurde sie durch den Verband der Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes und die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales.

Programm der Konferenz "Gesundheitsdienst und Wissenschaft: Gemeinsam in öffentlicher Verantwortung"

PDF-Dokument (98.8 kB)

2010

Kinderschutz – Handeln im Rahmen interdisziplinärer Kooperation (12. u.13.11.2010)

Die Fachtagung fand am 12. und 13. Nov. 2010 als erste gemeinsame Veranstaltung der Charité-Universitätsmedizin Berlin, der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und der damaligen Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz mit über 400 Teilnehmenden statt. Die Dokumentation zur Fachtagung stellt einen wichtigen Beitrag zur besseren Vernetzung lokaler und regionaler Expertinnen und Experten bzw. Akteurinnen und Akteure dar und liefert neue Impulse für eine verbesserte interdisziplinäre und interinstitutionelle Zusammenarbeit zum Schutz und Wohl von Kindern und Jugendlichen.

Dokumentation der Fachtagung "Kinderschutz - Handeln im Rahmen interdisziplinärer Kooperation"

PDF-Dokument (9.4 MB)