Coronavirus in Berlin

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Gesundheitsgefahren durch Hitze

ein Termometer in der Sommerhitze
Bild: Depositphotos / VladisChern

Warum ist bei großer Hitze die Gesundheit in Gefahr?

Große Hitze belastet den Körper. Grundsätzlich kann sich der Organismus aber an Hitze gewöhnen. Dieser Anpassungsprozess verläuft insbesondere bei älteren und pflegebedürftigen Menschen jedoch langsamer und schwieriger als bei jungen und gesunden Personen.

Das Gesundheitsrisiko ist besonders hoch,
  • im Frühsommer, wenn sich der Organismus noch nicht auf warme Temperaturen eingestellt hat. Bereits die ersten hohen Temperaturspitzen im Mai und Juni können deshalb bedrohlich sein, weil der Körper noch keine Zeit zur Anpassung an die Hitze hatte. Das wird häufig übersehen.
  • später im Jahr bzw. im Sommer bei länger anhaltenden Hitzewellen.
Die folgenden Faktoren beeinflussen die Körpertemperatur:
  • Lufttemperatur und -bewegung,
  • Sonneneinstrahlung,
  • Kleidung,
  • körperliche Aktivität und
  • Schweißproduktion

Wer ist besonders gefährdet?

Ein erhöhtes Risiko besteht für Säuglinge und kleine Kinder, Personen mit einer psychischen Krankheit, Menschen mit Behinderung oder chronisch kranke Personen, besonders bei Herzkrankheit oder Bluthochdruck, und vor allem für ältere, pflegebedürftige oder palliativ versorgte Menschen.

Welche Hitzeschäden gibt es?

  • Ein Sonnenstich entsteht durch Irritation der Hirnhäute infolge von Hitzebelastung. Er kann sich in starken Kopfschmerzen, Nackensteife, Lichtscheu, Übelkeit, Erbrechen und Bewusstseinstrübung äußern.
  • Hitzeerschöpfung mit Exsikkose (Flüssigkeitsmangel) ist die Folge eines veränderten Flüssigkeitshaushaltes, der durch Schweißverluste hervorgerufen wird. Eine Hitzeerschöpfung entwickelt sich über mehrere Tage.
  • Beim Hitzekollaps kommt es durch vermehrte Hautdurchblutung zu einem Blutdruckabfall, der zu einer kurzen Bewusstlosigkeit führt. Hitzeerschöpfung und Hitzekrämpfe sind Auswirkungen eines Mangels an Wasser und Salzen, die der Körper durch vermehrte Schweißproduktion verliert. Dies führt zum Bewusstseinsverlust und/oder zu Muskelkrämpfen.
  • Beim Hitzschlag steigt die Körpertemperatur über 39 Grad an (im Mund gemessen). Mögliche Zeichen sind eine heiße, rote und trockene Haut, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, starkes Durstgefühl, Unruhe, Verwirrtheit, Krampfanfälle, Schläfrigkeit, eine Eintrübung des Bewusstseins bis zur Bewusstlosigkeit. Ein Hitzschlag stellt eine lebensgefährliche Situation dar und bedarf daher sofort medizinischer Hilfe. Bringen Sie die betroffene Person in der Wartezeit an einen kühlen Ort. Geben Sie ihr zu trinken, lockern Sie enge Bekleidung und machen Sie kühle feuchte Umschläge. Sorgen Sie für Luftzug!

Was kann ich beim Auftreten von Hitzeschäden tun?

Bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Hitze müssen sofortige Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Dazu zählen: Schatten bzw. einen kühlen Ort aufsuchen, trinken, die Kleidung lockern und kühle feuchte Umschläge nutzen. Sollten die Symptome nicht abklingen, sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden. Bei schwerwiegenden Beeinträchtigungen, wie einem Hitzschlag, muss sofort medizinische Hilfe gerufen werden.