Integriertes Gesundheitsprogramm

Abstrakte Darstellung einer Hierarchie mit Kreisen und Pfeilen
Bild: DURIS Guillaume / Fotolia.com

Mit dem Integrierten Gesundheitsprogramm (IGP) fördert das Land Berlin wichtige gesundheitsbezogene Projekte an den Schnittstellen zwischen den verschiedenen sozialen Sicherungssystemen. Fünf Jahre lang werden jährlich rund 13,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um rund 100 Projekte im Bereich der gesundheitlichen Prävention, Beratung und Versorgung finanziell zu sichern und deren Angebote bedarfsgerecht anzupassen.
Für das Jahr 2018 hat das Abgeordnetenhaus von Berlin den für das IGP zur Verfügung stehenden Betrag auf über 19 Millionen Euro erhöht. Darunter fallen beispielsweise Anpassungen der Gehälter der in den Projekten beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Außerdem sollen neue Projekte gefördert und einige bestehende Projekte ausgebaut werden.

Für die Laufzeit 2016 – 2020 wurde mit dem Rahmenfördervertrag auch eine Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung des IGP mit der Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Berlin geschlossen.

Kooperationsvereinbarung zum Integrierten Gesundheitsprogramm (IGP)

PDF-Dokument (113.0 kB) Dokument: SenGesSoz

Handlungsfelder des Integrierten Gesundheitsprogramms

Ziel der Projektförderung ist die Förderung von Gesundheit, die Vermeidung von Krankheiten und die Stärkung der Rechte von Patientinnen und Patienten. Die Projektförderung konzentriert sich auf die Überwindung von Strukturbrüchen und den Ausgleich sozialer Nachteile. Auf Basis dieser Schwerpunktsetzung wurden die folgenden Handlungsfelder für das Integrierte Gesundheitsprogramm festgelegt:
  • Besondere gesundheitliche Bedarfslagen
  • HIV/Aids, sexuell übertragbare Infektionen und Hepatitiden
  • Verbundsystem Drogen und Sucht

Besondere gesundheitliche Bedarfslagen

Die im Rahmen des Handlungsfeldes ‘Besondere gesundheitliche Bedarfslagen’ geförderten Projekte beraten und unterstützen bei chronischen Erkrankungen, bieten Hilfestellung bei psychischen Erkrankungen sowie in schwierigen und krisenhaften Lebenssituationen und informieren über spezifische gesundheitsbezogene Fragestellungen. Einzelne Projekte widmen sich gezielt Menschen mit Migrationshintergrund, sozial benachteiligten Menschen, Aspekten der Frauen- und Männergesundheit oder der Bewältigung gesundheitlicher Folgen von häuslicher und sexueller Gewalt.

Projekte im IGP - Expertise, Erfahrung, Vielfalt - Das Handlungsfeld Besondere gesundheitliche Bedarfslagen

Das Dokument enthält eine kurze Darstellung der im Jahr 2019 im Handlungsfeld geförderten Projekte. Es bietet einen Überblick über die projektbezogenen Angebote, insbesondere auch für Menschen mit Migrations- bzw. Fluchtgeschichte und die direkten Kontaktdaten der Projekte.

PDF-Dokument (507.6 kB) - Stand: April 2019 Dokument: SenGes

Ziele und Maßnahmen

Bereits in den Jahren 2010 – 2014 haben die Projekte des Handlungsfeldes in Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin und der Senatsverwaltung sieben übergeordnete Ziele sowie Teilziele und Maßnahmen in einem partizipativen Prozess entwickelt, die in diesem Dokument beschrieben werden. Außerdem ist auch die historische Entwicklung der Diskussion von Zielen für dieses vielfältige Handlungsfeld enthalten.
Die Datei liegt nun in barrierefreier Form vor.

PDF-Dokument (207.5 kB) Dokument: SenGes

HIV, Aids, sexuell übertragbare Infektionen und Hepatitiden

Über das Integrierte Gesundheitsprogramm werden in diesem Handlungsfeld derzeit zwölf Projekte gefördert, die folgende Leistungen abdecken:
  • Prävention (primär und sekundär)
  • Beratung, Betreuung und Begleitung von Menschen mit HIV/Aids und deren Angehörigen; dies umfasst auch ergänzende medizinische und pflegerische Versorgung
  • Inhaltlich-konzeptionelle und strukturelle Weiterentwicklung von Leistungsbereichen und Angeboten
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung im Rahmen eines transparenten Dokumentationssystems
  • Vertretung der Interessen von Klienten gegenüber Dritten
Eine ausführliche Beschreibung des Politikfeldes HIV/Aids, sexuell übertragbare Infektionen und Hepatitiden finden Sie in einem gesonderten Bereich.

Verbundsystem Drogen und Sucht

Das Handlungsfeld Verbundsystem Drogen und Sucht ist mit über 50 geförderten Projekten das größte Handlungsfeld im Integrierten Gesundheitsprogramm. Es deckt folgende Leistungsbereiche ab:
  • ambulante Grundversorgung (Drogenberatungsstellen, niedrigschwellige Kontaktangebote, ergänzende gesamtstädtische Angebote und Drogenkonsumräume)
  • komplementäre Versorgung (Wohnangebote für spezielle Zielgruppen)
  • Integration (Angebote der Qualifizierung, Beschäftigung und Tagesstrukturierung sowie Spezialangebote zur Unterstützung ambulanter Therapie für besondere Zielgruppen)
  • Selbsthilfearbeit
  • Prävention/Frühintervention

Die ambulante Grundversorgung wird von sechs integrierten regionalen Suchthilfediensten geleistet. Diese Kontaktstellen bieten Suchtberatung und Betreuung für Menschen mit Suchtproblemen und deren Angehörige. Die regionale Grundversorgung wird durch die gesamtstädtischen Angebote ergänzt. Die Organisation der Angebote als Verbundsystem trägt den spezifischen Anforderungen und Bedarfslagen der Zielgruppen Rechnung.

Jahresberichte zum Integrierten Gesundheitsprogramm

Neu: Jetzt liegt der aktuelle Förderbericht zum IGP mit Schwerpunkt auf dem Jahr 2017 in barrierefreier Version vor.

Integriertes Gesundheitsprogramm - Förderbericht 2017

PDF-Dokument (514.5 kB)

Außerdem sind die Jahresberichte 2012 und 2013 über die im IGP geförderten Projekte ebenfalls vorhanden.

Integriertes Gesundheitsprogramm - Jahresbericht 2012

PDF-Dokument (2.7 MB) - Stand: 24.09.2013 Dokument: SenGesSoz

Integriertes Gesundheitsprogramm - Jahresbericht 2013

PDF-Dokument (3.7 MB) Dokument: SenGesSoz

Kooperationspartner und für die Anträge auf Förderung zuständige Behörde

Die Umsetzung und fachliche Weiterentwicklung des IGP erfolgt in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zwischen der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales und der Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Berlin. Über die konkrete Ausgestaltung des Programms berät ein Kooperationsgremium. Die Vergabe der Fördergelder wird durch das Referat ZS E des Landesamtes für Gesundheit und Soziales vorgenommen. Anträge auf Förderung sind an diese Stelle zu richten.

Psychosoziale und gesundheitsförderliche Angebote für Geflüchtete

Einige aus dem IGP geförderte Projekte machen spezifische Angebote für Geflüchtete z.B. in den Bereichen HIV/Aids, Suchtmittelmissbrauch, Drogenkonsum, LSBTTIQ*, gesundheitliche Unterstützung für (traumatisierte) Frauen, Unterstützung in der Schwangerschaft und vieles mehr