Aktionsprogramm Gesundheit

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Bild: Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

Mit dem Aktionsprogramm Gesundheit (AGP) stärkt das Land Berlin die gesundheitliche Prävention. Ziel des Aktionsprogramms ist es, allen Berlinerinnen und Berlinern einen besseren Zugang zu Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung zu ermöglichen. Damit dies gelingt, werden Träger von Präventionsangeboten darin unterstützt, ihre Maßnahmen noch passgenauer auf die individuellen Ressourcen und Bedarfe der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen auszurichten.

Ziele des Aktionsprogramms

Mit dem Aktionsprogramm Gesundheit soll insbesondere die Gesundheit von Menschen mit speziellen Gesundheitsrisiken und erhöhtem gesundheitlichen Förderbedarf verbessert werden. Menschen in belastenden Lebenslagen – ob jung, ob alt – haben ein mehrfach höheres Risiko zu erkranken und früher zu sterben. Diese Tatsache belegen Jahr für Jahr die Daten der Berliner Gesundheits- und Sozialberichterstattung.
In Berlin und seinen Bezirken gibt es bereits viele gute Angebote und Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention für Menschen in sozial schwieriger Lage. An diese Good Practice-Projekte knüpft das Aktionsprogramm Gesundheit an. So können bestehende
Erfahrungen genutzt und der Auf- bzw. Ausbau nachhaltiger Strukturen gefördert werden.

Handlungsfelder des Aktionsprogramms Gesundheit

Ziel der Projektförderung im Rahmen des Aktionsprogramms Gesundheit ist es, gemeinsam u.a. mit den Mitgliedern der Landesgesundheitskonferenz Berlin Aktivitäten in den Bereichen:

  • Gesunde Stadt
  • Gesundes aufwachsen
  • Gesunde Arbeitswelt
  • Gesund älter werden
  • Sport und Bewegung

auszubauen.

Dazu wird das Engagement unterschiedlicher Partner in neuen Landesprogrammen und gemeinsamen Projekten und Angeboten gebündelt. Gesundheitsförderung und Prävention sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Daher werden in das Aktionsprogramm Gesundheit und seine Landesprogramme auch die Verwaltungen und Akteure aus den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe, Soziales, Bildung, Stadtentwicklung, Sport sowie Arbeit und Integration einbezogen. Gleichzeitig bringt sich der Gesundheitsbereich in bestehende Programme wie die Landesprogramme Gute gesunde Kita und Gute gesunde Schule oder das Programm Soziale Stadt ein.
Das Aktionsprogramm Gesundheit bildet damit einen wichtigen Baustein zur Umsetzung der Gesundheitsziele der Landesgesundheitskonferenz Berlin
Koordiniert wird dieser Prozess durch die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales mit Unterstützung von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., der Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung.

Aufbau von Präventionsketten in den Berliner Bezirken

Ein wesentlicher Schwerpunkt im Aktionsprogramm Gesundheit ist die Unterstützung der Berliner Bezirke darin, sogenannte Präventionsketten über die gesamte Lebensphase auf- und auszubauen. Ziel von Präventionsketten ist es, gute Bedingungen in den Bezirken und Stadtteilen zu schaffen, damit alle Berlinerinnen und Berliner gut und gesund aufwachsen, ein Leben in Wohlbefinden führen und gesund älter werden können.
Beim Auf- und Ausbau von Präventionsketten sollen gute, bestehende Angebote im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention in den Berliner Bezirken ausgebaut werden, noch besser ineinander greifen und Angebotslücken durch neue Maßnahmen geschlossen werden. Berlinerinnen und Berliner in jeder Lebensphase sollen genau die gesundheitsfördernde und präventive Unterstützung in Form von Information, Beratung, Begleitung und Einbindung in soziale Netzwerke erhalten, die sie in ihrer jeweiligen Situation benötigen – unabhängig von ihrer sozialen Lage. Mit dem Aktionsprogramm Gesundheit leistet das Land Berlin deshalb einen wichtigen Beitrag, die Lebensqualität in dieser Stadt insbesondere für Menschen in schwieriger sozialer Lage zu verbessern.
Wichtige Eigenschaften von Präventionsketten sind:

  • Unterstützungssysteme werden mit der Absicht neu strukturiert, um allen sozialen Gruppen positive Lebens- und Teilhabebedingungen zu eröffnen.
  • Öffentliche und gesellschaftliche Akteure tragen gemeinsam zur Bildung von Präventionsketten bei. Dies funktioniert nur, wenn alle den gemeinsamen, kooperativen Handlungsansatz mittragen.
  • Die Leistungen und Angebote dieser Akteure werden im Rahmen der Präventionskette aufeinander abgestimmt und koordiniert mit dem Ziel, eine durchgängige und lückenlose gesundheitsförderliche Unterstützung zu gestalten.

Begleitet werden die Bezirke und Träger dabei von der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Berlin in Trägerschaft von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.