Gesundheitssenator Czaja: STEMO bleibt im Einsatz

Pressemitteilung vom 06/06/14

Das Stroke-Einsatz-Mobil (STEMO) ist ein neu entwickelter, speziell ausgestatteter Notarztwagen. Er ist speziell für die Schlaganfallbehandlung ausgerüstet mit Computertomographie (CT), Minilabor und einem spezialisiertem Team (Neurologe, Rettungsassistent und Röntgenassistent) an Bord sowie telemedizinischer Anbindung zu Neuroradiologen in der Charité.

Unter Leitung von Prof. Dr. Heinrich Audebert von der Berliner Charité wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts dieser neuartige Rettungswagen in der Praxis erprobt. Einen besonderen Beitrag hat auch die Berliner Feuerwehr beim Einsatz des STEMO geleistet. Die Mittel für das Forschungsprojekt sind Ende Mai 2014 ausgelaufen. Nun ist geplant, das STEMO zu Beginn des kommenden Jahres in die Regelversorgung zu übernehmen und es damit zu einem regulären rettungsdienstlichen Einsatzmittel zu machen. Bis dahin führen die bisherigen Forschungspartner, also die Berliner Feuerwehr, das Zentrum für Schlaganfallforschung der Charité und die beteiligten Firmen, STEMO von Juni bis Dezember 2014 im Projektstatus fort, um weitere Erkenntnisse über den Einsatz in der Praxis zu gewinnen.

Gesundheitssenator Mario Czaja erklärt: „Das ist eine gute Nachricht, denn das STEMO muss erhalten werden. In Berlin erleiden rund 12.000 Menschen jährlich einen Schlaganfall. Nach einem Schlaganfall ist es entscheidend, dass die Behandlung so schnell wie möglich beginnt. Die wichtige Zeit zwischen Schlaganfall und seiner Behandlung wird durch den Einsatz des Wagens um rund 25 Minuten verkürzt. Somit liegt es nahe, dass das STEMO wesentlich dazu beiträgt, das Risiko von Langzeitschäden für Schlaganfallpatientinnen und -patienten zu verringern. Dies und die Verbesserung der Notfallmedizin im Krankenhaus, an der wir kontinuierlich arbeiten, tragen dazu bei, dass die Berlinerinnen und Berliner von einer insgesamt verbesserten gesundheitlichen Versorgung profitieren. Ich freue mich sehr, dass unter der gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten das STEMO Forschungsprojekt vorerst bis zum Ende des Jahres 2014 fortgeführt werden kann.“