Berliner Inklusionspreis 2013 verliehen

Pressemitteilung vom 12/11/13

Der Berliner Inklusionspreis für vorbildliche Beschäftigung schwerbehinderter Menschen wurde heute von der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales und dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo ) vergeben. Drei Firmen sind mit dem in Höhe von 10.000 Euro dotierten Landespreis ausgezeichnet worden. „Wir würdigen heute Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die schwerbehinderte Menschen beschäftigen, nicht allein um die gesetzlich vorgeschriebene Beschäftigungsquote zu erfüllen. Sie beschäftigen diese Menschen bewusst, weil sie Wert auf gelebte Inklusion legen.“ Mit diesen Worten leitete Sozialsenator Mario Czaja die Übergabe der Preise ein, die er gemeinsam mit dem Präsidenten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Franz Allert überreichte.

Die Gewinner des Inklusionspreises 2013 – gleichberechtigte Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben – sind:

Kategorie „Kleinunternehmen“: Nitze Malerei GmbH

Kategorie „Mittelständische Unternehmen“: Wäscherei & Mietwäscheverleih Niderkrone e.K.

Kategorie „Großunternehmen“: Berliner Wasserbetriebe

Sieben von insgesamt 18 Beschäftigten der Firma Nitze Malerei GmbH sind Menschen mit angeborener Gehörlosigkeit oder psychischen Beeinträchtigungen bzw. geistigen Einschränkungen. Dies ist besonders vorbildlich, da das Unternehmen nach dem Sozialgesetzbuch IX keiner Pflicht zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen unterliegt. Mit Unterstützung des Integrationsamtes im LAGeSo bietet der expandierende Malerbetrieb Menschen mit Handicap inklusive Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Zum wirtschaftlichen Erfolg der Firma Wäscherei & Mietwäscheverleih Niderkrone tragen 28 Beschäftigte ohne Behinderung sowie 10 gehörlose Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei. Das entspricht der beachtlichen Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen von 20,8 %. Senator Czaja lobte den ausgeprägten Gemeinschaftssinn des Wäschereibetriebes. Die Überwindung von Sprachbarrieren, der besondere Zeitaufwand und die Vermittlung von interkulturellen Kompetenzen würden Beschäftigte mit und ohne Behinderung gleichermaßen herausfordern.

Die Berliner Wasserbetriebe sind das größte Unternehmen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Deutschland. Die Leistungen erbringen 4.150 Beschäftigte ohne Behinderung sowie 332 schwerbehinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen liegt dort bei 8 %. Senator Czaja würdigte u. a. als nachahmenswert die vorbildliche Ausbildung von schwerbehinderten Jugendlichen, die hohe Eigenbeteiligung des Unternehmens bei der Umsetzung von inklusiven Bauprojekten sowie die maßgeschneiderten Inklusionsmaßnahmen, die für schwerbehinderte Beschäftigte entwickelt würden.

Die große Zahl an sehr guten Bewerbungen veranlasste die Jury, zusätzlich ein Unternehmen mit einem Sonderpreis auszuzeichnen. Der Preis ging an das Unternehmen Zaulig Maklerservice GmbH. Bemerkenswert ist das außergewöhnliche soziale Engagement des Firmenleiters, der bewusst Menschen mit Handicap einstellt.