Landeskonferenz der Frauenbeauftragten an Hochschulen und Universitätskliniken

Interessenvertretung auf Landesebene

Logo der Landeskonferenz
Bild: Freie Universität Berlin

Mit dem novellierten Hochschulgesetz (BerlHG) vom 12.10.1990 wurden alle Hochschulen des Landes Berlin verpflichtet, eine hauptberufliche Frauenbeauftragte zu bestellen. Im Juni 1991 konstituierte sich die Landeskonferenz der Frauenbeauftragten.

Rechtliche Grundlagen der Tätigkeit der Frauenbeauftragten

Die Frauenbeauftragte an den Hochschulen ist gleichzeitig Frauenvertreterin im Sinne des Landesgleichstellungsgesetzes. In § 59 BerlHG sind Aufgaben, Rechte und Wahl der Frauenbeauftragten geregelt. Die Ausgestaltung dieses Amtes berücksichtigt hochschulspezifische Bedingungen und gewährleistet die Freiheit von Forschung, Lehre und Kunst. Die Frauenbeauftragte ist im Rahmen ihrer Aufgaben nicht an fachliche Weisungen gebunden.

Gleichstellungsrechtliche Regelungen im Berliner Hochschulgesetz – BerlHG

Berliner Landesgleichstellungsgesetz – LGG

Wahl der Frauenbeauftragten

  • durch ein Gremium, in dem alle Statusgruppen der Hochschule (Professorinnen, Studentinnen, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und sonstige Mitarbeiterinnen) paritätisch vertreten sind
  • förmliche Bestellung durch die Leiterin bzw. den Leiter der Hochschule

Rechte der Frauenbeauftragten

  • umfassendes Beteiligungsrecht bei allen Frauen betreffenden strukturellen, organisatorischen und personellen Maßnahmen sowie entsprechenden Vorlagen, Berichten und Stellungnahmen
  • Informations-, Rede- und Antragsrecht sowie aufschiebendes Widerspruchsrecht in Gremien bzw. Organen
  • Beratung und Unterstützung der Hochschulleitung, sonstiger Organe und Einrichtungen

Die Landeskonferenz der Frauenbeauftragten

Die Landeskonferenz (LaKoF) vertritt die Interessen von Frauen an den Hochschulen und wirkt gemeinsam in hochschulübergreifenden Angelegenheiten auf die Verwirklichung der Chancengleichheit der Geschlechter hin. Das Netzwerk nimmt auf Landesebene durch Stellungnahmen und Empfehlungen Einfluss auf die Gleichstellungspolitik an Hochschulen. Seit Jahren existiert eine konstruktive Zusammenarbeit mit den für Wissenschaft und für Frauenpolitik zuständigen Senatsverwaltungen sowie parlamentarischen Gremien.

Homepage der LaKoF

Sprecherinnen der Landeskonferenz

Dr. Sünne Andresen
Zentrale Frauenbeauftragte der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Tel. (030) 5019-2687

Dr. Ursula Fuhrich-Grubert
Zentrale Frauenbeauftragte der Humboldt-Universität zu Berlin
Tel. (030) 2093-12833

E-Mail

Link-Tipps/ Literaturtipps/ Materialtipps

Handlungsempfehlungen zur Chancengleichheit an Berliner Hochschulen. 10 Punkte-Programm, hrsg. von der Landeskonferenz der Frauenbeauftragten (LaKoF) und der Arbeitsgemeinschaft der Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen Berliner Hochschulen (afg), Berlin 2011

In der Vielfalt erfolgreich. Gleichstellungspolitik an Berliner Hochschulen, hrsg. von der Landeskonferenz der Frauenbeauftragten an Berliner Hochschulen, 2. Auflage 2011, ISBN 978-3-929968-25-5

Die Allgemeinen Gleichstellungsstandards an den Berliner Hochschulen, hrsg. von LaKoF, LKRP, afg, SenBJW und SenAIF, Berlin 2015