Arbeitsgemeinschaft der Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen

Gender Studies – eine Querschnittswissenschaft

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Bild: Freie Universität Berlin

Die Berücksichtigung von Genderaspekten ist ein wesentliches Element qualitativ hochwertiger Forschung sowie innovativer und zukunftsweisender Lehre.

Berlin – ein Zentrum der Frauen- und Geschlechterforschung

Der Einbeziehung der Geschlechterperspektive in Forschung und Lehre kommt große Bedeutung zu. Von der Genderforschung erhalten und erwarten wir geschlechtsspezifische Erkenntnisse und vor allem den Transfer dieser Erkenntnisse in die unterschiedlichsten Forschungsfelder, in die Wirtschaft und in die Politik. Geschlecht als Wissenskategorie wird künftig als ein Innovationsmotor für Forschung und Gesellschaftsentwicklung wirken.

Seit Ende der 1980er Jahre hat sich an den Berliner Universitäten, Fach- und Kunsthochschulen ein effizientes Netzwerk der Frauen- und Geschlechterforschung herausgebildet, das im Jahr 2000 zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen der Berliner Hochschulen – afg Berlin führte. Die afg ist ein Kompetenznetzwerk von Frauen- und Geschlechterforscherinnen und -forschern. Sie fördert systematisch die entsprechende Profilbildung der Einrichtungen und initiiert hochschulübergreifende Kooperationen in Forschung und Lehre. Die Einrichtungen der Frauen– und Geschlechterforschung in Berlin arbeiten sowohl fachspezifisch als auch interdisziplinär. Sie setzen sich dafür ein, dass die Genderforschung als „Querschnittswissenschaft“ nachhaltig in die Berliner Hochschullandschaft integriert wird.
Die vernetzten Institutionen und Einrichtungen in Berlin ziehen zahlreiche Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland an. Mit Recht kann die Frauen- und Geschlechterforschung als Standortfaktor für Berlin bezeichnet werden.

Sprecherinnen der afg Berlin
Prof. Dr. Sabine Hark
Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG)
Technische Universität Berlin
Marchstr. 23, 10587 Berlin
Tel: (030) 314-26975 /-26974
Fax: (030) 314-26988
E-Mail

Prof. Dr. Claudia Gather
Harriet Taylor Mill-Institut (HTMI)
Hochschule für Wirtschaft und Recht
Badensche Str. 50-51, 10825 Berlin
Tel.: (030) 30877-1005
E-Mail

Gender Studies in Studium und Lehre

Die Modularisierung von Studiengängen wird genutzt, um Erkenntnisse der Frauen- und Geschlechterforschung als selbstständigen Bestandteil in die verschiedenen Bereiche der Wissenschaft zu integrieren sowie die Einrichtungen der Frauen- und Geschlechterforschung weiter zu entwickeln und strukturell zu verankern. Im Rahmen der Hochschulverträge haben sich diejenigen Berliner Universitäten, die Lehrerinnen und Lehrer ausbilden, zu einer verstärkten Professionalisierung und intensiveren Qualitätssicherung unter Einbeziehung von Genderaspekten verpflichtet. Die Neugestaltung der Studienstruktur wurde bereits in vielen Disziplinen für die Integration von Genderaspekten in einzelne Fachmodule und in lehramtsbezogene berufswissenschaftliche Module, wie zum Beispiel in Didaktik und Methodik, genutzt.

Über das Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre werden zusätzlich Mittel bereitgestellt, um Genderaspekte in Forschung und Lehre nachhaltig zu verankern.

Zentren / Koordinierungsstellen / Netzwerke

Link-Tipps/ Literaturtipps/ Materialtipps

  • Ulla Bock: Kontinuität und Wandel. Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung an der Freien Universität Berlin (ZEFG) 1981 bis 2015, Berlin 2014
  • Genderprofessuren an deutschsprachigen Hochschulen
    Datensammlung der früheren Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung an der Freien Universität Berlin (ZEFG) und des Kompetenzzentrums Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS)