Barrierefreie Arztpraxen

Eine kleine Rampe, die hilft, eine Stufe zu überwinden, gut erkennbare Hinweiszeichen und -schilder, eine Beleuchtung, die die Augen nicht anstrengt, ein Anmeldetresen, der an einer Stelle abgesenkt ist und so weiter. Ein Anfang wäre gemacht, um behinderten Menschen den Besuch einer Arztpraxis zu erleichtern.

Barrierefreie Arztpraxen in Berlin

In Deutschland hat jeder Mensch einen Anspruch auf eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung. Dazu gehört auch das Recht auf freie Arztwahl. Auch die UN-Behindertenrechtskonvention sieht in Artikel 25 den Zugang zu geschlechtsspezifischen Gesundheitsdiensten einschließlich gesundheitlicher Rehabilitation für Menschen mit Behinderungen vor.

In Berlin sind nur ca. 10% der Arztpraxen barrierefrei zugänglich. In diesem Bereich besteht dringender Handlungsbedarf. Ein Verzeichnis über barrierefreie Arztpraxen in Berlin hat die Albatros gGmbH auf der Onlinedatenbank mobidat zusammengestellt.

Was wird getan

2008 hat sich in Berlin der „Arbeitskreis (AK) Barrierefreies Gesundheitswesen“ gebildet, eine Kooperation zwischen dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, dem Netzwerk Frauengesundheit Berlin, dem Netzwerk behinderter Frauen Berlin e.V., Albatros gGmbH und anderen Interessierten. Als Arbeitsgruppe des Landesbeirats für Menschen mit Behinderung hat sich der Arbeitskreis zum Ziel gesetzt, sowohl Mängel und Probleme der barrierefreien Gesundheitsversorgung zu identifizieren als auch Forderungen an die zuständigen Stellen zu transportieren und so Verbesserungen der Situation zu erreichen.

Unter dem Titel „Arztbesuch ohne Barrieren“ fand im September 2009 in der Ärztekammer Berlin eine Veranstaltung des AK Barrierefreies Gesundheitswesen und der Berliner Ärztekammer statt. Ziel der Veranstaltung war es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Gesundheitsbereich für die Belange von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren, damit sich die Anzahl der barrierefreien Arztpraxen in Berlin erhöht.