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Aktionstag zur Berufsorientierung 2011

Girls’Day Preis 2011: Drei Berliner Gymnasien spitze!

Girls' Day-Logo klein
Bild: Bundesweite Koordinierungsstelle Girls' Day
Drei Berliner Gymnasien aus den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg und Steglitz-Zehlendorf sind mit dem Girls’Day Preis 2011 ausgezeichnet worden. Ihre Beteiligung am Girls’Day war ein Rekord: Aus dem

nahmen jeweils über 100 Schülerinnen am Girls’Day 2011 teil. Dies kommt nicht von Ungefähr. Alle drei Schulen setzen Programme und Aktionen ein, um Mädchen den Zugang zu den MINT-Fächern attraktiver machen.

Bildvergrößerung: v.l. Petra Meyer, Sandra Trommsdorf, Gabriele Mansfeld, Renate Krollpfeiffer-Kuhring, Christiane Wogatzki, Peter Handschuck, Anke Roswag
Bild: Judith Affolter

Gabriele Mansfeld von der Senatsverwaltung für Frauen lobte diese ganzheitlichen Konzepte der Berufsorientierung, die in den Preisträger-Schulen umgesetzt werden. Sandra Trommsdorf, IHK, Petra Meyer, DGB, und Peter Handschuck, Senatsverwaltung für Bildung, übergaben den Schulleiterinnen und Lehrerinnen die Preisgelder in Höhe von je 400 Euro. Diese wurden von den Verbänden IHK, HWK, VDU und DGB des Berliner Aktionsbündnisses gestiftet. Schülerinnen aus Gymnasien sind Rekordhalterinnen beim Girls’Day in Berlin. Sie machen etwa 60 % der Teilnehmerinnen aus. Berufsorientierung hingegen bekommt erst allmählich in den Oberschulen einen Stellenwert als Unterrichtsfach. In diesem Schuljahr wurde das Schulfach „Studium und Beruf“ für die Sekundarstufe 2 eingeführt. Der Girls’Day führt die Mädchen schon in Sekundarstufe 1 frühzeitig auf diesen Weg und in die Berufspraxis.

Zur Pressemitteilung

Empowerment - Stärke zeigen!

Mädchen mit und ohne Behinderung besuchen den Girls’ Day bei LIFE e.V.

„Ich dachte es wird langweilig und wollte gar nicht kommen; meine Lehrerin hat mich überredet. – Doch jetzt danach… das war richtig toll!“ Mit diesen Worten beschrieb ein Mädchen ihre Eindrücke von „Empowerment – Stärke zeigen!“ Auch im April 2011 bot LIFE e.V. zum Girls’ Day ein Programm an, das sich gezielt an Mädchen mit und ohne Behinderung richtete, um die Inklusion von Menschen mit Behinderung in allen gesellschaftlichen Bereiche weiter zu entwickeln. Wenn man seinen beruflichen Werdegang gestalten möchte, ist es wichtig, sich die eigenen Stärken bewusst zu machen. Berufsorientierung und Berufsfindung haben für behinderte junge Frauen einen ebenso hohen Stellenwert wie für Mädchen ohne Behinderung. Als Mädchen und als Behinderte sind sie in zweifacher Hinsicht gesellschaftlich benachteiligt. Bei behinderten Mädchen mit Migrationshintergrund, wie bei einem Drittel der Schülerinnen, die an der Veranstaltung „Stärke zeigen!“ teilnahmen, steigt die Benachteiligung sogar ins Dreifache. In der Regel erfahren sie ihre beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten als einseitig und fremdbestimmt. Das Berufsspektrum zeigt sich eng und mädchentypisch, wobei körperbehinderte Mädchen häufig aus Mangel an Alternativen den Beruf der Büro-Kauffrau wählen.

Zu Besuch bei der BVG

"Operation Zukunft für Mädchen!" Girls' Day Auftakt im Deutschen Herzzentrum

Ein besonderes Bild im Deutschen Herzzentrum: Im Operationssaal stehen neben Chefarzt Prof. Dr. Dr. Roland Hetzer zwei Herzchirurginnen, eine Kardiotechnikerin und die Staatssekretärin für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Almuth Hartwig-Tiedt. Eine solche Frauenquote gibt es bislang nur wegen des Girls’Day. Prof. Hetzer schätzt die Arbeit seiner Kolleginnen und verwies bei der Auftakt-Pressekonferenz auf die USA. Dort gibt es deutlich mehr Herzchirurginnen als in Deutschland. In Berlin sind die beiden Ärztinnen die einzigen Frauen in der 50köpfigen Ärzteschaft des Herzzentrums. Der Girls’Day kann dazu beitragen, dies zu ändern. Staatssekretärin Hartwig-Tiedt sieht den Zukunftstag als Chance, Mädchen zu ermuntern, auch Führungspositionen anzustreben. Noch liege die Quote der Chefärztinnen erst bei 13 Prozent. Hingegen wachse die ökonomische Verantwortung der Frauen für die Familie. Jeder dritte Haushalt werde von einer Frau allein ernährt. Die Staatssekretärin für Bildung, Claudia Zinke, sieht im Girls’Day eine gute Möglichkeit für Mädchen, frühzeitig MINT-Berufe zu erkunden und im Rahmen des Dualen Lernens weiter zu verfolgen. Die Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer, Christoph von Knobelsdorff und Ulrich Wiegand, verwiesen auf den Mangel an Auszubildenden gerade in den MINT-Berufen und bekräftigten ihren Willen, besonders die Frauen mit ihren überwiegend starken Leistungen zu fördern.