Frühkindliche Bildung

Investitionen in frühkindliche Bildung sind Zukunftsinvestionen

Das Berliner Bildungsprogramm verbunden mit einem Qualitätsentwicklungsprozess soll gleiche Teilhabechancen von Kindern, ungeachtet ihres sozialen und kulturellen Hintergrunds und ihrer Geschlechtszugehörigkeit, sicherstellen.

Gender- und interkulturelle Kompetenz in Kindertageseinrichtungen

Im Rahmen der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung und der Diskussionen über die internationalen Leistungsvergleiche ist die Forderung nach einer Erhöhung der Qualität der frühkindlichen Bildung, insbesondere der Sprachförderung und auch der naturwissenschaftlichen Bildung erhoben worden. Berlin hat auf diese Diskussionen mit der Entwicklung des Berliner Bildungsprogramms für den Bereich der Frühpädagogik reagiert. Das Programm enthält die sechs grundlegenden Bildungsbereiche

  • Gesundheit
  • Soziales und kulturelles Leben
  • Kommunikation: Sprachen, Schriftkultur und Medien
  • Kunst: Bildnerisches Gestalten, Musik und Theaterspiel
  • Mathematik
  • Natur – Umwelt – Technik,

in denen die Kinder gefördert werden. Neben der Auseinandersetzung mit den genannten Themen spielt die Entwicklung der eigenen Geschlechtsidentität für die Kinder in dem Alter ebenfalls eine wesentliche Rolle.

Aus Untersuchungen wissen wir, dass den in den ersten Lebensjahren gemachten Erfahrungen mit Geschlechtsrollen sowohl in der Familie als auch in den Erziehungs- und Bildungsinstitutionen ein bedeutender Einfluss zukommt. Bis zum Alter von sechs Jahren haben sich Kinder ein grundlegendes Wissen und Verständnis in Bezug auf die eigene Geschlechtsidentität, aber auch im Hinblick auf Geschlechtsunterschiede und Geschlechterstereotypen angeeignet. Die Erwartungen, Überzeugungen und Handlungsweisen der Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertageseinrichtungen bilden, neben denen der Eltern, dafür eine wichtige Grundlage.
Frühkindliche Erziehungs- und Bildungseinrichtungen sind aufgerufen, bei ihrer Arbeit stärker als bisher den Geschlechteraspekt zu reflektieren. Frauen und Männer, die als gleichberechtigte Vorbilder in den Einrichtungen wirken und eine geschlechterbewusste, interkulturelle Pädagogik und Kultur praktizieren, können den Prozess zur Überwindung von Geschlechterstereotypen mit voran treiben. Gender- und interkulturelle Kompetenz sollte ein selbstverständlicher Bestandteil der pädagogischen Professionalität sein und in die Qualitätsentwicklungs- und Qualitätssicherungsprozesse der Berliner Kindertagesstätten einbezogen werden.

Beste Bildung für alle - Bildung verbindet Herkunft und Zukunft

Jedem Kind und Jugendlichen soll unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, Behinderung, Alter sowie sozialer und wirtschaftlicher Situation beste Bildung von der Kita bis zur Hochschule ermöglicht werden. Die Sicherstellung einer bedarfsgerechten Kindertagesbetreuung hat für den Senat höchste Priorität. Deshalb wird der Ausbau des Platzangebots für Krippen- und Kindergartenkinder weiter vorangetrieben. An den beitragsfreien Kitajahren bei gleichzeitiger Qualitätssicherung wird festgehalten. Die vielfältigen Aktivitäten zur Sicherung des Fachkräftebedarfs werden fortgeführt, damit das bundesweit anerkannt hohe Niveau der Fachkräfte in den Berliner Kitas trotz der aktuellen Herausforderungen bestehen bleibt. Die Kita-Eigenbetriebe erhalten weiterhin Unterstützung.