Land Berlin bildet mehr aus

Pressemitteilung vom 26.03.2013

Die Zahl der Ausbildungsplätze im Land Berlin stieg 2012 gegenüber dem Vorjahr um 422 Plätze, davon 284 im unmittelbaren Landesdienst sowie weitere 111 in den landeseigenen Unternehmen und 27 bei Zuwendungsempfängern (Stiftung Oper und verschiedene Theater) des Landes Berlin. Insgesamt bildet das Land damit derzeit 8.673 junge Menschen in unterschiedlichen Bereichen aus. Das geht aus einem Bericht an den Hauptausschuss hervor, den der Senat heute auf Vorlage von Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum beschlossen hat. Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum: „Mit seinem wachsenden Ausbildungsangebot nimmt das Land seine gesellschaftliche Verantwortung wahr und gibt vielen jungen Leuten eine berufliche Perspektive. Auch in eigenem Interesse, denn wir schaffen mit einer zielgerichteten Ausbildung die Voraussetzung, dass die Verwaltung auch in Zukunft genügend engagierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat, um ihre Aufgaben zu erfüllen.“

Von 418 tariflichen Auszubildenden, die im Jahr 2012 ihre Ausbildung beendet haben, haben rund 80 Prozent (328 Auszubildende) im Anschluss an die Ausbildung einen unbefristeten (90 Auszubildende) oder befristeten (238 Auszubildende) Arbeitsvertrag mit dem Land Berlin erhalten. Hinzu kamen weitere 54 Absolventen aus dem Ausbildungsjahrgang 2011, die zunächst einen befristen Vertrag hatten, der im Jahr 2012 entfristet wurde. Insgesamt konnten so 383 Auszubildende übernommen werden.

Neben den tariflichen Auszubildenden wurden im Jahr 2012 insgesamt 972 Beamte dauerhaft eingestellt, davon nach vorheriger Ausbildung beim Land Berlin 872 Beamte der Bereiche Polizei, Feuerwehr, Justiz und Finanzämter sowie 80 Beamte des gehobenen (55) und höheren (25) nichttechnischen allgemeinen Verwaltungsdienstes mit entsprechendem Studienabschluss. Zudem wurden nach Beendigung des – größtenteils in Berlin absolvierten – Referendariats insgesamt 1.100 Lehrer dauerhaft als Tarifbeschäftigte in den Landesdienst übernommen.

Die für das Haushaltsjahr 2012 veranschlagten Ausbildungsmittel in Höhe von rund 111 Mio. Euro wurden zu rund 98 Prozent ausgeschöpft. Damit wurde der sog. Ausschöpfungsgrad gegenüber dem Jahr 2011 (96 Prozent) nochmals deutlich gesteigert. Mit Blick auf die demographische Entwicklung sind in den Eckwerten für den Doppelhaushalt 2014/2015 weitere Ausbildungsmittel in Höhe von zehn Millionen Euro vorgesehen. Diese sollen für einen weiteren Ausbau der Ausbildungskapazitäten sowie für das bedarfsgerechte Vorziehen von Neueinstellungen eingesetzt werden. Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum: „Wir werden auch im kommenden Doppelhaushalt die Ausbildungsmittel steigern, um frühzeitig den Wissenstransfer innerhalb der Verwaltung sicherzustellen, wenn ab dem Jahr 2017 die Zahl der altersbedingt ausscheidenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigt.“

Der Bericht wird jetzt dem Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses zugeleitet.