Nußbaum weist Zweifel an Kreditwürdigkeit Berlins zurück

Pressemitteilung vom 25.07.2012

Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum machte am Mittwoch deutlich, dass die Kreditwürdigkeit Berlins nicht durch eine veränderte Ausblicksbewertung der Ratingagentur Moody’s Investors Service beeinflusst wird:

“Moody’s bewertet nicht die Haushaltslage Berlins, denn die ist unverändert stabil. Wir haben eine solide und verlässliche Finanzpolitik, weshalb die Finanzmärkte trotz der Bewertung von Moody’s auch weiterhin auf Berlin setzen. Dass voraussichtlich auch die Bundesländer betroffen wären, sollte Deutschland in Folge einer Euro-Krise an Kreditwürdigkeit verlieren, ist nun wirklich keine neue Erkenntnis. Deshalb müssen wir aktuell keine Effekte erwarten, sondern setzen unseren Konsolidierungskurs verlässlich fort.”

Moody’s hatte am späten Dienstagabend den Ausblick für die Bewertung der Kreditwürdigkeit der Länder Berlin, Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen von “stabil” auf „negativ“ gesenkt; andere Länder als die hier genannten werden nicht von Moody’s geratet. Moody’s ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass sich die Veränderung des Ausblicks nicht auf einzelne, sondern auf alle Bundesländer erstrecke. Vorausgegangen war ein veränderter Ausblick für das Rating der langfristigen Verbindlichkeiten der Bundesrepublik Deutschland, ebenfalls von “stabil” auf “negativ”. Als Begründung führte die Ratingagentur mögliche finanzielle Kosten in Folge der Euro-Krise an, da diese voraussichtlich vor allem von wirtschaftlich starken Ländern wie Deutschland getragen werden müssten.

Weitere Informationen und die “Moody’s Credit Opinion Juli 2012” finden Sie hier .