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Stellenpool: Bessere Vermittlung ermöglicht

Pressemitteilung vom 02.03.2010

Beschäftigte aus dem Stellenpool sollen besser vermittelt werden. Dazu nutzt der Senat das Instrument der stellenscharfen Fluktuationsprognose.

Im Zentralen Personalüberhangmanagement (ZeP) sind derzeit rund 2.000 vermittelbare Beschäftigte, die auf frei werdende Stellen in der Berliner Landesverwaltung vermittelt werden sollen. Hierzu hat die Senatsverwaltung für Finanzen eine Umfrage in den Verwaltungen durchgeführt. Ermittelt wurde, welche Stellen in den Jahren 2010 und 2011 altersbedingt frei werden und nachbesetzt werden sollen. Die Senatsverwaltungen und Bezirksämter haben rund 1.550 frei werdende Stellen gemeldet. Ausgenommen waren Bereiche, in denen begrenzt Einstellungen möglich sind (Einstellungskorridor), wie Polizei, Feuerwehr, Justiz, Schule.

Das ZeP wird nun gemeinsam mit den Verwaltungen für jede gemeldete Stelle
folgende Gesichtspunkte prüfen:

  • Stehen geeignete Kräfte aus dem Personalüberhang zur Verfügung?
  • Welche Qualifizierungsmaßnahmen müssen veranlasst werden?

Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum: „Durch die stellenscharfe Prognose konnten Einsatzmöglichkeiten und Maßnahmen zur Personalentwicklung ermöglicht und Beschäftigte aus dem Personalüberhang besser vermittelt werden.“

Einen entsprechenden Bericht an das Abgeordnetenhaus hat der Senat heute auf Vorlage von Senator Dr. Nußbaum beschlossen. Das Abgeordnetenhaus hatte alle Verwaltungen verpflichtet, dem ZeP ab dem Jahr 2008 eine Prognose der Mitarbeiterfluktuation für die beiden Folgejahre zu übermitteln. Anzugeben waren unter anderem, welche Stellen wann neu besetzt werden sollen, sowie erforderliche Qualifikation und Bezahlung. Ziel war es, den Personalbedarf der einzelnen Verwaltungen effizienter und effektiver auszugleichen.

Nach Auswertung der Prognosedaten aus dem Jahr 2008 für 2009 konnten von insgesamt etwa 820 freien Stellen rund 250 mit Beschäftigten aus dem ZeP besetzt werden. Für ca 250 freie Stellen konnten im ZeP keine geeigneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefunden werden. Das betraf zum Beispiel Ärzte und den Baubereich. Rund 320 Stellenanforderungen zogen die Verwaltungen wieder zurück. Grund dafür waren interne Umstrukturierungen oder nachträgliche Einsparung der Stellen. Ob sich diese Tendenz für 2010 fortsetzt, kann erst nach Abschluss der Gespräche zwischen den Verwaltungen und dem ZeP eingeschätzt werden. Für das Jahr 2010 sind rund 820 zu besetzende Stellen prognostiziert worden.