Vermittlungserfolge und Arbeitsergebnisse des "Zentralen Personalüberhangmanagements (ZeP)"

Trotz anfänglicher teils massiver Bedenken seitens der Dienststellen und der Beschäftigtenvertretungen war die Umstellung auf das zentrale Personalüberhang-management erfolgreich. Bereits im ersten Jahr nach Gründung der Behörde “Zentrales Personalüberhangmanagement (ZeP)” wurden rd. 2.400 Überhangkräfte dorthin versetzt. Zuversetzungen in dieser Größenordnung setzten sich in den beiden Folgejahren fort, danach ging die Anzahl der jährlichen Zuversetzungen erkennbar zurück. Insgesamt haben die Dienststellen des Landes Berlin nahezu 10.000 Personalüberhangkräfte ins ZeP versetzt. Davon stammten knapp 3.000 Dienstkräfte aus den Senatsverwaltungen (einschließlich der nachgeordneten Behörden), etwa doppelt so viele aus den Bezirksverwaltungen und jeweils rd. 500 Dienstkräfte aus den Kita-Eigenbetrieben bzw. dem Jugendaufbauwerk Berlin.

Bis zur Auflösung der Behörde im November 2012 hatten bereits 8.100 Personal-überhangkräfte das ZeP wieder verlassen. In über 5.000 Fällen konnte das ZeP den Personalüberhangkräften eine neue berufliche Perspektive verschaffen. Etwa 4.000 Personalüberhangkräfte konnten auf finanzierten Stellen innerhalb des Berliner Landesdienstes untergebracht werden, rd. 1.000 durch Versetzung zu Dienststellen außerhalb des Berliner Landesdienstes. Weitere rd. 3.000 Personalüberhangkräfte sind während ihrer ZeP-Zugehörigkeit aus dem Landesdienst ausgeschieden, davon über 2.100 wegen Eintritts in den Ruhestand. Knapp 600 Personalüberhangkräfte haben mit dem Anreiz einer Prämienzahlung vorzeitig ihr Arbeitsverhältnis zum Land Berlin gelöst.

Bis zu ihrer dauerhaften Vermittlung waren die Personalüberhangkräfte zur vorübergehenden Unterstützung der Dienststellen in sogenannten Übergangseinsätzen tätig. Diese befristeten Einsätze waren grundsätzlich nicht möglich für Pflicht- und Regelaufgaben. Allerdings war es verwaltungspolitische Praxis, stadtpolitisch wichtige Aufgaben, die nicht im Rahmen der vorhandenen Personalausstattung erledigt werden können, mit Hilfe von Personalüberhangkräften zu erfüllen.

So konnten im Jahr 2005 zur Deckung des erhöhten Personalbedarfs in den Arbeitsagenturen rd. 270 Personalüberhangkräfte aus dem ZeP dorthin vermittelt werden. Im Jahr 2008 wurden die Berliner Jobcenter mit rd. 60 weiteren Personalüberhangkräften unterstützt. Auch die Ende des Jahres 2007 zum Ausbau des Netzwerkes Kinderschutzes zusätzlich bewilligten Stellen in den Jugendämtern der Bezirke konnten in weiten Teilen mit Personalüberhangkräften besetzt werden. Regelmäßig hat das ZeP auch die Wahlämter der Bezirke bei der Durchführung von Wahlen und Volksentscheiden personell unterstützt, sodass von der zuvor gängigen Praxis der Einstellung externer Wahlhelfer weitgehend abgesehen werden konnte.

Die Organisation und Umsetzung individuell zugeschnittener sowie thematisch übergreifender Qualifizierungsmaßnahmen war ein weiterer wesentlicher Baustein der Arbeit des ZeP. Insgesamt hat das ZeP seinen Personalüberhangkräften weit über 35.000 Qualifizierungsmaßnahmen ermöglicht. Erfolgreiches Beispiel für die zentrale Steuerung war beispielsweise die Ausbildung von Personalüberhangkräften zur Übernahme von Aufgaben in den zum September 2004 neugeschaffenen Außendienst der bezirklichen Ordnungsämter.

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