Historisches
Geschichtliches zu Menschen und Gebäuden, die die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft bzw. ihre Vorgängerorganisationen prägten.
Die Senatorinnen und Senatoren seit 1945
Wer war eigentlich 1984 Schulsenatorin? Und wofür war die auf dem Foto abgebildete Senatorin Ilse Reichel verantwortlich? Antworten finden Sie in unserer Übersicht aller Senatorinnen und Senatoren, die seit 1945 für die Ressorts unserer jetzigen Senatsverwaltung zuständig waren. Bei allen genannten Personen sind Links zu Wikipedia hinterlegt, wo Sie näheres zum jeweiligen Lebenslauf erfahren können. Zur Übersicht
Das Haus in der Bernhard-Weiß-Str. 6 (früher: Otto-Braun-Str. 27)
Das Gebäude der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft spiegelt deutsche und Berliner Geschichte in besonderer Weise. Von den 20er Jahren über Nazizeit und Krieg, von der Teilung Berlins über die Zeit der DDR bis zu Wiedervereinigung und Gegenwart lässt sich historisch Wichtiges berichten. Diese Chronik soll einen ersten Überblick bieten.
Die Karstadt-Jahre, Nazi-Zeit und Krieg
Das Karstadt-Haus, 30er Jahre, © Landesarchiv Berlin
1928 Karstadt erwirbt die Grundstücke zwischen Keibel-, Wadzeck- und Neue Königstraße.
1930/1931 Das damals größte Bürogebäude Berlins entsteht nach Plänen des Architekten Philipp Schaefer.
1932 Karstadt verlegt seine Hauptverwaltung von Hamburg in den Neubau (damals: Neue Königstraße 27).
1934 Verkauf des für Karstadts Zwecke viel zu großen Komplexes an das Reichsfinanzministerium für 15 Mio. Reichsmark
1936 Auszug von Karstadt und Einzug des Statistischen Reichsamtes. Diese Behörde führt Judenzählungen durch und sammelt zentrale Informationen für die Kriegsführung.
1944/1945 Durch Bombenangriffe und Bodenkämpfe wird das Gebäude schwer beschädigt.
8. Mai 1945 Mit dem Ende des II. Weltkriegs endet auch die Geschichte des Statistischen Reichsamtes.
Nach dem Krieg: Einzug der Polizei und Spaltung Berlins
Das Polizei-Präsidium 1950 mit Gratulation an den Präsidenten der DDR, © Polizeihistorische Sammlung Berlin
1945 Einzug von Polizeidienststellen. Die sowjetische Militäradministration macht den Ritterkreuzträger Paul Markgraf zum Polizeipräsidenten.
1947 Anfang der Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten
1948 Spaltung der Berliner Polizei: Der Komplex Keibelstraße wird zum Polizeipräsidium Ost, in Tempelhof entsteht das Polizeipräsidium West.
1949 Bau des Polizeigefängnisses an Stelle eines kriegszerstörten Gebäudeflügels
Keibelstraße: Präsidium der Volkspolizei - Untersuchungshaftanstalt - 17. Juni - Zentrale des Mauerbaus
1949 - 1990 Präsidium der Volkspolizei und Untersuchungshaftanstalt mit der Adresse der rückwärtigen Parallelstraße Keibelstraße. Zahlreiche DDR-Bürger werden hier „zur Klärung eines Sachverhaltes“ verhört.
17. Juni 1953 Arbeiteraufstand in Ost-Berlin: Vor dem Haus kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen von Demonstranten und Polizei.
13. August 1961 Als zuständiger Sekretär im Zentralkomitee der SED für Sicherheitsfragen plant Erich Honecker im 2. Stock des Polizeipräsidiums die Sicherungs- und Propagandamaßnahmen für den Mauerbau.
1966 - 1995 Die heutige Bernhard-Weiß-Straße trägt den Namen des KPD-Funktionärs und Spanienkämpfers Hans Beimler.
Wiedervereinigung der Polizei schon am 1. Oktober - Sanierung - Einzug der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
Stadtansicht 1983 abends mit Blick von der Mollstraße über die damalige Hans-Beimler-Straße Richtung Fernsehturm - in der Mitte der Komplex des Präsidiums der Volkspolizei, © Landesarchiv Berlin
1. Oktober 1990 Im Hinblick auf den großen Festakt und die Demonstrationen zum 3. Oktober wird die Berliner Polizei bereits zwei Tage vor der deutschen Wiedervereinigung zusammengeführt.
1995 Die Straße erhält den Namen des letzten demokratisch gewählten Ministerpräsidenten Preußens, Otto Braun (SPD).
2007 - 2010 Die BIM (Berliner Immobilien Management GmbH) führt für 47 Mio. Euro die Generalsanierung des Gebäudes durch.
Anfang 2010 Einzug der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft. In 560 Büros stehen rund 910 Arbeitsplätze zur Verfügung. Im zur Keibelstraße gelegenen Teil des Blocks befinden sich auch heute Polizeidienststellen sowie die Büros der BIM.
2011
Mit der Errichtung eines Hotel-Komplexes gegenüber der Senatsverwaltung entstehen neue Adressen. Die Straße vor der Senatsverwaltung wird in Bernhard-Weiß-Straße umbenannt - nach dem jüdischen Polizei-Vizepräsidenten von Berlin, der von den Nazis gejagt und ausgebürgert wurde. Das Polizeipräsidium befand sich damals auf dem Grundstück des heutigen Einkaufszentrums „Alexa“.
Eine andere Adresse, aber kein Umzug
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(Adresswechsel von Otto-Braun-Straße 27 zu Bernhard-Weiß-Straße 6, 259033 KB)
Geschichte der Otto-Braun-Straße 27
Kurze Chronik des Gebäudes der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft von 1928 bis in die Gegenwart - mit Jahreszahlen und Fotos laden »
(OBS Geschichte, 703991 KB)
Zentrale des Mauerbaus
Das Präsidium der Volkspolizei Berlin von 1949 bis 1990 laden »
(Zentrale Mauerbau, 797490 KB)
© Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin