Deutscher eTwinning-Preis - Drei Berliner Schulen erneut ausgezeichnet

Pressemitteilung vom 19.02.2016

Zehn Schulen aus sechs Bundesländern – darunter drei aus Berlin – können sich über eine besondere Auszeichnung freuen: Der Pädagogische Austauschdienst des Sekretariats der Kultusministerkonferenz verlieh ihnen heute am 19. Februar 2016 auf der DIDACTA in Köln im Rahmen einer festlichen Veranstaltung den Deutschen eTwinning-Preis. Mit ihren ausgezeichneten Projekten haben die Schulen bewiesen, wie die Zusammenarbeit von Schulen in Europa mithilfe von digitalen Medien und Internet gelingen kann. Das Netzwerk eTwinning ist Teil des EU-Programms Erasmus+. Es unterstützt die Zusammenarbeit von Partnerschulen in Europa über das Internet und bietet dafür eine geschützte Plattform. Die Schulen finden mit eTwinning unkompliziert Partnerschulen für gemeinsame Lernaktivitäten. Für den fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen eröffnet eTwinning vielfältige Möglichkeiten. Mit einem umfangreichen Fortbildungsangebot, das Seminare im In- und Ausland sowie Onlinekurse umfasst, unterstützt eTwinning interessierte Kolleginnen und Kollegen auf dem Weg zu einer medienpädagogisch und europäisch ausgerichteten Schule.

„Ich gratuliere herzlich zu diesem hervorragenden Ergebnis und freue mich für die Berliner Schulen, die an den vielfältigen Projekten teilgenommen und neue Erfahrungen gesammelt haben. Die eTwinning Aktion begeistert seit Jahren viele Schülerinnen und Schüler, ermutigt sie zur Übernahme von Verantwortung für ihr jeweiliges Projekt und fördert den europäischen Schul- und Lernaustausch“, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres.

Zu den Berliner Siegerschulen gehören die Schule am Pappelhof aus Berlin-Marzahn-Hellersdorf mit dem Projekt „Spielend lernen!“, die den dritten Preis in der Alterskategorie 4 -11 Jahre erhalten. Das Projekt mit einer Partnereinrichtung aus Luxemburg zielte unter der Leitung von Anja Heinrich auf die Förderung von Kindern in der Früherziehung bzw. in der Förderschule durch selbstentwickelte Spiele in den Bereichen Sprache, Logisches Denken, Fein- und Grobmotorik, Sozialkompetenz, Kreativität und Medienkompetenz. Außerdem kann sich das Romain-Rolland-Gymnasium aus Berlin-Reinickendorf mit „Macbeth Latest Edition“ über den zweiten Preis in der Alterskategorie 16 – 21 Jahre freuen. Unter der Leitung von Jana Tokaryk setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit Partnerschülern aus Frankreich, Spanien und Polen mit dem Shakespeare-Werk „Macbeth“ auseinander und übertrugen ihn in die heutige Zeit und Sprache. Die Siegerland-Grundschule aus Berlin-Spandau wird für ihr Projekt „The New Who Do You Think You are – come trace your roots with us“ mit dem Spezialpreis des Pädagogischen Austauschdienstes 2016 zum Thema „Migration-Integration: Schule gestaltet Vielfalt!“ ausgezeichnet. Für dieses Projekt hat die bereits mehrfach mit eTwinning-Preisen ausgezeichnete Kollegin, Christiane Meisenburg, die Leitung übernommen.

Die eTwinning-Preise werden in drei Alterskategorien sowie in einer Spezialkategorie vergeben. Mit der Auszeichnung verbunden ist ein Geldpreis von 1.500 Euro für die Zweitplatzierten und von 1.000 Euro für die Drittplatzierten sowie den Spezialpreis.

In Berlin ist eTwinning ein Leitprojekt des „eEducation Berlin Masterplans“. In einem lebendigen Online-Netzwerk können Schulen über das Internet miteinander kommuni-zieren, Partnerschulen im Ausland finden und in einem geschützten virtuellen Klassenraum zusammen arbeiten. Durch entsprechende Unterstützung und Werkzeuge können die teilnehmenden Schulen kurz- oder langfristige Projekte in jedem Unterrichtsfach durchführen. eTwinning fördert aber nicht nur das kollaborative Lernen im Unterricht, es unterstützt auch die Entwicklung von Medienkompetenz und lässt die Schülerinnen und Schüler bei ihrer täglichen Arbeit mit den europäischen Partnern die Vielfalt in Europa als Bereicherung erleben.