Schulbefreiung am Welthumanistentag

Pressemitteilung vom 08.12.2014

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat den Welthumanistentag entsprechend der Regelungen für religiöse Feiertage in die neue Ausführungsvorschrift (AV) Schulbesuchspflicht aufgenommen und gibt ab kommenden Schuljahr humanistischen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich zur Pflege ihrer Feierkultur auf Antrag beurlauben zu lassen.

„Der Welthumanistentag soll humanistischen Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit geben, über den Zusammenhalt und das Miteinander in unserer Gesellschaft nachzudenken und ihre Feierkultur zu pflegen“, so Bildungssenatorin Sandra Scheeres.

Die Entwicklung der Teilnehmerzahlen für das Fach Lebenskunde sind kontinuierlich steigend. Während im Jahr 2007/2008 noch 44.758 Kinder am Lebenskundeunterricht teilnahmen, sind es im Jahr 2013/2014 bereits 55.559 und im Schuljahr 2014/15 55.689 Schülerinnen und Schüler.

Die Weltanschauungsgemeinschaft Humanistischer Verband Deutschlands/Berlin-Brandenburg hat um Aufnahme des Welthumanistentages, der am 21. Juni 1986 in Oslo als Feiertag ins Leben gerufen wurde, in die AV Schulbesuchspflicht gebeten. Schülerinnen und Schüler werden nun auf Antrag von der Schulleiterin oder dem Schulleiter für den Welthumanistentag beurlaubt. Der Tag gilt, wie die freien Tage aus religiösen Gründen, als unterrichtsfreier Tag und nicht als Fehltag. Die Beurlaubung setzt die Zugehörigkeit zu einer Weltanschauungsgesellschaft voraus.

Die Internationale Humanistische und Ethische Union (IHEU) hatte den Feiertag 1986 erstmalig als World Humanist Day ausgerufen, er soll dazu dienen, das Bewusstsein für die Bedeutung von humanistischen Ideen und Überzeugungen zu verbessern.

Der Welthumanistentag wird seit dem von den weltweit etwa fünf Millionen Humanistinnen und Humanisten als Feiertag begangen.