Lern- und Begegnungszentrum Fanprojekt/„Haus der Fußballkulturen“ eingeweiht:

Pressemitteilung vom 02/24/12

Heute wurde in Berlin am Rande des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks das Lern- und Begegnungszentrum Fanprojekt/„Haus der Fußballkulturen“ eingeweiht. Nach der Brandzerstörung der Fanbaracke Anfang 2007 gab es keine feste Anlaufstelle für Fußballfans. Baubeginn war im Sommer 2011, die Kosten betrugen 530.000 Euro.

Das Zentrum ist als Begegnungsstätte mit Veranstaltungsräumen, einer Mediathek und mehreren Seminar- und Beratungsräumen pädagogisch offen konzipiert. Es dient jugendlichen Fußballfans als Treffpunkt, Bildungsstätte und Beratungsstelle. Zielgruppen des Lern- und Begegnungszentrums sind jugendliche Anhängerinnen und Anhänger der großen Berliner Vereine – Hertha BSC, 1. FC Union, BFC Dynamo -, aber auch andere Fußballinteressierte zwischen 15 und 27 Jahren.

„Für die jugendlichen Fußballfans wird es damit eine Anlaufstelle gegeben, mit der sie sich identifizieren können und die ganzjährig als Treffpunkt dient. Hier wird der Toleranzgedanken weit über die bloße Akzeptanz anderer Fußballkulturen hinaus gefördert. Von hier aus können integrative, soziale und kulturelle Projekte initiiert werden, die ihren Nachhall in der jugendlichen Fan-Szene finden und die ohne eine feste Adresse so nie umsetzbar wären. Das Zentrum soll zum Ort der Berliner Fankultur werden“, so die Jugendstaatssekretärin Sigrid Klebba.

Die aktive Einbindung der Fan-Gruppen in das Bauvorhaben war zentraler Bestandteil des Umsetzungskonzepts und gewährleistete von Beginn an eine hohe Identifikation mit dem Lern- und Begegnungszentrum.

„Es soll mit dem „Haus der Fußballkulturen“ der respektvolle Umgang der Fans miteinander gefördert werden. Leider gibt es immer noch viel zu oft Gewalt zwischen rivalisierenden Fußballfans und Intoleranz. Dem kann allein durch das Eingreifen durch den Staat und die Polizei nicht adäquat entgegengewirkt werden“, so Klebba.

Redaktion: Thorsten Metter