Drei Berliner Schulen erhalten eTwinning-Qualitätssiegel

Pressemitteilung vom 17.12.2018

Schülerinnen und Schüler überzeugen Jury mit Kulturerbe-Projekten, Literatur-Projekt und Inklusions-Projekt

Die Siegerland-Grundschule ist für drei europäische Schulprojekte ausgezeichnet worden. Sie erhielt für „Different Colours, Different Culture“, „Life is on Streets“ und „etwinning castle stories“ von der Jury jeweils ein eTwinning-Qualitätssiegel 2018 für beispielhafte Internetprojekte.

Im Projekt „Different Colours, Different Culture“ haben sich Schülerinnen und Schüler der Altersklasse 4 bis 11 Jahre mit dem Thema „kulturelle Vielfalt“ beschäftigt. Sie tauschten sich mit ihren Projektpartnern in Serbien, Mazedonien, Rumänien, der Türkei und Ukraine über Ess- und Kleidungsgewohnheiten, Feste und Feiern aus und präsentierten ihre spannenden Ergebnisse in Videos und einem eBook. Als gemeinsame Sprache nutzten die Projektpartner Englisch.

Das Projekt „Life is on Streets“ lud die beteiligten Projektpartner aus 14 Ländern ein, sich gegenseitig Spiele vorzustellen, die sich draußen auf dem Schulhof durchführen lassen und durch viel Bewegung auch Motorik und Koordination trainieren. Mit Fotos, Videos und Zeichnungen dokumentierten die Kinder ihre Spielvorschläge, auf die die Partner dann auf der Projektwebsite reagieren konnten.

Bei „etwinning castle stories“ beschäftigten sich die Grundschülerinnen und Grundschüler mit der kulturellen Bedeutung von Burgen und Schlössern. Sie fotografierten, malten, produzierten Videos und dachten sich Geschichten aus, die in den Verliesen alter Gemäuer spielen. Das Projekt fand in Kooperation mit Schulen in Griechenland, Georgien, der Ukraine und Portugal statt. Als gemeinsame Sprache nutzten die Projektpartner Englisch.
„Durch die herausragenden Projekte setzten sich die Schülerinnen und Schülern auf kreative Weise mit ihrem kulturellen Erbe auseinander und begriffen durch den regen Austausch mit ihren Projektpartnern dessen Bedeutung für die Vielfalt Europas“, so das Urteil der Jury.

Das Romain-Rolland-Gymnasium ist für zwei europäische Schulprojekte ausgezeichnet worden. Es erhielt für „Échange St. Cloud – Berlin“ und „Teaching Shakespeare’s Hamlet“ von der Jury jeweils ein eTwinning-Qualitätssiegel 2018 für beispielhafte Internetprojekte. Damit verbunden sind hochwertige Sachpreise und Urkunden.

Im Projekt „Échange St. Cloud – Berlin“ haben sich Schülerinnen und Schüler der Altersklasse ab 16 Jahren auf den Austausch mit ihren französischen Projektpartnern vorbereitet. Vor ihrem ersten Treffen lernten sich die Jugendlichen online kennen. Sie veröffentlichten auf der digitalen Plattform TwinSpace Fotos und Videos, stellten die Sehenswürdigkeiten beider Hauptstädte vor und planten ihre Aktivitäten für ihre Reisen. Als gemeinsame Sprache nutzten die Projektpartner Deutsch und Französisch.

Bei „Teaching Shakespeare’s Hamlet“ haben sich Schülerinnen und Schüler kreativ mit einem der bedeutendsten Bühnenstücke des englischen Dichters William Shakespeare auseinandergesetzt. Sie entwarfen zu „Hamlet“ spannende Spiele, originelle Videos und ein umfangreiches eMagazin, in dem die mittelalterliche Tragödie aus unterschiedlichen Perspektiven analysiert wird. Das Projekt fand in Kooperation mit Schulen in Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Rumänien und der Türkei statt. Als gemeinsame Sprache nutzten die Projektpartner Englisch.

„Die Projekte lassen den Schülerinnen und Schülern viel Freiraum, eigene Ideen zu entwickeln und selbstverantwortlich in internationalen Teams zu arbeiten. Das motiviert die Jugendlichen zu außergewöhnlichen Ergebnissen“, so das Urteil der Jury.

Die Schule am Pappelhof ist für ihr europäisches Schulprojekt über Verständigung von und mit Menschen mit Behinderung ausgezeichnet worden. Sie erhielt für „Was du NICHT sagst?! – Schüler erforschen Kommunikation“ von der Jury das eTwinning-Qualitätssiegel 2018 für beispielhafte Internetprojekte. Damit verbunden sind hochwertige Sachpreise und Urkunden zur Anerkennung.

Im Projekt haben sich Schülerinnen und Schüler der Altersklasse 4 bis 11 Jahre mit dem Thema „Inklusion durch Kommunikation“ beschäftigt. Sie ergründeten, auf welche Schwierigkeiten Menschen mit Handicap im Alltag stoßen, und wie eine Verständigung auf Augenhöhe gelingen kann. An der sonderpädagogischen Ganztagsschule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ lernen Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf. Viele von ihnen können sich selbst nur eingeschränkt ausdrücken. In ihrem Internetprojekt zeigen sie, wie Kommunikationshilfen wie elektronische Sprachausgabegeräte funktionieren, entwarfen Piktogramme und lernten die Grundzüge der Gebärdensprache und Brailleschrift.

Inspiriert vom Schullogo, schufen sie eine Skulptur aus drei Pappeln, die ihren Hut vor einem Rollstuhlfahrer ziehen. Das Projekt fand in Kooperation mit Schulen in Deutschland, Belgien, Polen, Kroatien und Griechenland statt. Als gemeinsame Sprache nutzten die Projektpartner Deutsch.

„Ein sehr gelungenes Projekt, das viele interessante Zugänge zum Thema eröffnet und erfolgreich Berührungsängste abbaut. Die beteiligten Schülerinnen und Schüler entwickeln Verständnis und Respekt und gelangen in einen echten Austausch mit den behinderten Kindern“, so das Urteil der Jury.