Qualitätssiegel Berlin für exzellente berufliche Orientierung - SPERRFRIST 18:00 Uhr

Pressemitteilung vom 19.09.2018

Der Verein zur Förderung der beruflichen Bildung e. V. (das sind die Industrie- und Handelskammer zu Berlin, die Handwerkskammer Berlin, der Verband der Freien Berufe in Berlin e. V. sowie die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg) und die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg haben sich gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zur Initiative Qualitätssiegel zusammengeschlossen, um das Qualitätssiegel Berlin für exzellente berufliche Orientierung ab dem Schuljahr 2013/14 auszuschreiben.

Zahlreiche Schulen haben bereits am Zertifizierungsverfahren teilgenommen, seit September 2018 sind insgesamt 33 Berliner Schulen Siegelschulen.

Mark Rackles, Staatssekretär für Bildung: „Mit dem Qualitätssiegel werden Schulen ausgezeichnet, die sich in hervorragender Art und Weise diesem gesellschaftlich bedeutenden Thema stellen und die Jugendlichen exzellent fördern. Die Siegel-Schulen verfügen über ein Netzwerk, in dem sie mit Unternehmen, Bildungsträgern und der Berufsberatung exzellente Berufs- und Studienorientierung umsetzen. Die Jugendlichen lernen besonders intensiv ihre Fähigkeiten und Interessen kennen und beginnen frühzeitig mit der Entwicklung von Berufswahlkompetenzen für eine gelingende Berufs- und Studienwahl. Damit unterstützt das Qualitätssiegel auch das Landeskonzept Berlins zur Berufs- und Studienorientierung, in dem der besondere Stellenwert der Berufs- und Studienorientierung hervorgehoben wird.“

Johannes Pfeiffer, Geschäftsführer Operativ der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit: „Eine auf die individuellen Interessen und Fähigkeiten junger Menschen eingehende Berufsorientierung ist wichtiger denn je. Mit den tiefgreifenden Änderungen in der Arbeitswelt – vor allem durch Digitalisierung, technischen Fortschritt und Globalisierung – wandeln sich die Anforderungen in vielen Berufen. Eine gute berufliche Orientierung ist daher unabdingbar, um alle Schülerinnen und Schüler planvoll auf die Zeit nach der Schule vorzubereiten. Die Schulen, die sich um das Qualitätssiegel beworben haben, handeln hier vorbildlich. Wir hoffen, dass künftig noch mehr Schulen diesem guten Beispiel folgen.“

Ute Witt, Vizepräsidentin der Industrie- und Handelskammer zu Berlin: „Die Berufsorientierung an Schulen ist für die Berliner Unternehmen ein wichtiger und essentieller Beitrag, um junge Menschen für die duale Ausbildung zu begeistern. Die derzeitige Situation ist eine Herausforderung für die Berliner Ausbildungsbetriebe: Es gibt immer weniger Bewerber und ein Drittel der Unternehmen berichtet, dass sie noch nicht einmal eine Bewerbung auf einen offenen Ausbildungsplatz erhalten haben. Hier müssen Wirtschaft und Schule kooperativgegensteuern. Die Schulen, die heute ausgezeichnet werden, haben sich bereits hervorragend hierauf ausgerichtet. Wir freuen uns, sie als Partner bei dieser großen Herausforderung guter Berufsorientierung an unserer Seite zu wissen.“

Christian Andresen, Vizepräsident der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB): „Aus eigener Erfahrung fit für die Berufswahl werden – diese Idee steht bei der Wilma-Rudolf-Schule in Steglitz-Zehlendorf im Mittelpunkt. Schon in der siebten Klasse beginnen die Schülerinnen und Schüler, in Berufe hineinzuschnuppern. Später folgen Betriebserkundungen, Praktika und die Gründung eigener Schüler-Firmen. Zusätzlich regen die Lehrerinnen und Lehrer die jungen Menschen an, das Erlebte zu reflektieren und so herauszufinden, welcher Job wirklich zu ihnen passt. Solche Beispiele müssten in Berlin viel stärker Schule machen. Die mangelnde Kenntnis vieler Berufsinhalte und der Arbeitswelt insgesamt gehören zu den Kernproblemen auf dem Ausbildungsmarkt.“

Karsten Berlin, Vizepräsident der Handwerkskammer Berlin: „Die Schülerinnen und Schüler von heute sind die Fachleute von morgen. Daher ist es wichtig, die jungen Menschen bei ihrer Berufswahl zu unterstützen und ihnen Anregungen auf ihrem Weg ins Berufsleben zu geben. Wir brauchen in der Ausbildung Jugendliche, die sich frühzeitig mit ihren beruflichen Möglichkeiten befasst haben und die motiviert zu ihrer Entscheidung stehen. Daher ist die gemeinsame Arbeit von Schule und Wirtschaft sehr wichtig.“

Claudia Frank, Präsidentin des Verbandes der Freien Berufe: „Mit der Re-Zertifizierung nach vier Jahren zeigen sich die Leitungen und Lehrerschaft von 10 Berliner Schulen als Vorbild und positives Beispiel, dass erreichte Qualität keine Eintagsfliege in ihrem Schulleben ist. Anstrengung lohnt sich, auch wenn sie dauerhaft unter Beweis gestellt werden muss. Dank und Anerkennung dafür! Nutznießer sind die aktuellen und kommenden Schüler, die den erfolgreich eingeschlagenen Weg zur exzellenten beruflichen Orientierung an diesen Schulen sicher gehen können.“

Re-zertifizierte Schulen 2018

Alle 10 Schulen des ersten Durchganges können das Siegel weiterhin tragen:

• Andreas-Gymnasium
• Biesalski-Schule
• Johanna-Eck-Schule
• Kopernikus-Schule
• Leibniz-Gymnasium
• Melanchthon-Gymnasium
• Merian-Schule
• Moser-Schule (Schweizer Gymnasium)
• Europäisches Gymnasium Bertha-von-Suttner
• Ulrich-von-Hutten-Gymnasium

Schulen die 2018 erstmalig ausgezeichnet werden:

• Arno-Fuchs-Schule
• Carl-von-Ossietzky-Gymnasium
• Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule
• Wilhelm-von-Siemens-Gymnasium
• Wilma-Rudolph-Schule