Zusatzangebote für das Schulschwimmen-Scheeres möchte die Nichtschwimmerquote senken

Pressemitteilung vom 05.12.2017

Bildungssenatorin Sandra Scheeres hat ein Forum ins Leben gerufen, in dem Maßnahmen zur Qualitätssicherung des Schulschwimmens diskutiert werden. Mit dabei sind engagierte Schulen, Sportlehrkräfte, Schwimmvereine, der Berliner Schwimmverband, der Landessportbund Berlin, die DLRG, die Berliner Bäderbetriebe und Vertreter/innen der Senatsverwaltung für Inneres und Sport.

„Ich möchte, dass mehr Kinder in Berlin schwimmen können. Trotz des Schulschwimmens haben wir in einigen Bezirken seit Jahren eine konstant hohe Nichtschwimmerquote, gegen die wir steuern und das bisherige Konzept des Schulschwimmens überdenken müssen“, so Bildungssenatorin Sandra Scheeres. „Mit der neuen AG ‚Schwimmunterricht in Grundschulen‘ sollen bis Ostern Projekte entwickelt werden, die am Ende des Schuljahres 2017/18 oder in den Ferien an Berliner Grundschulen bzw. zum Beginn des Schuljahres 2018/19 pilotiert werden können.“

Mit der Arbeitsgruppe soll ein Netzwerk zur Qualitätssicherung des Schulschwimmens geschaffen werden, dass auch zukünftig zusammenarbeitet und gleichzeitig den Austausch zwischen verschiedenen Projekten um das Thema „Schwimmen mit Kindern“ fördert.

Diskutiert und mit konkreten Handlungsschritten untersetzt werden folgende Bereiche:

Schülerinnen und Schüler, die das Lernziel Schwimmer nicht erreicht haben, mittels obligatorischer Angebote nachzuschulen;

die zielgerichtete Wassergewöhnung von Kindern im Kita- und Schulbereich vor dem Schwimmunterricht zu fördern;

zu prüfen, unter welchen Bedingungen Schwimmunterricht vor der 3. Klasse möglich ist;

durch Kooperation mit Schwimmvereinen zur Qualitätssicherung des Schwimmunterrichts beizutragen.

Die Qualität des Schulschwimmens als Bestandteil des Sportunterrichts steht deutschlandweit in der Kritik, weil die Ergebnisse nicht zufriedenstellend sind. Berlin ist gegenwärtig das einzige Bundesland, das über die Entwicklung der Schwimmerzahlen eine Statistik führt. Der prozentuale Anteil der Nichtschwimmerinnen und Nichtschwimmer an der Gesamtschülerzahl am Ende der 3. Jahrgangsstufe liegt in Berlin bei rund 18 . Deutschlandweit liegt der Anteil nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zwischen 35 und 40.

Als wesentlicher Schritt zur Verbesserung sollen in diesem Zusammenhang die vorschulischen Erfahrungen der Kinder mit zielgerichteten Bewegungen im Wasser ausgewertet und betrachtet werden, denn hier gibt es gravierende Unterschiede in den Bezirken.

Der einstündige Schwimmunterricht an den Grundschulen wird in Berlin in der Regel für die Schülerinnen und Schüler in der 3. Klasse durchgeführt.