Aufarbeitung der Verfolgung - Podiumsveranstaltung mit Romani Rose

Pressemitteilung vom 30.11.2017

Podiumsveranstaltung mit Romani Rose fragt nach den Folgen des Genozids
an Sinti und Roma im Dritten Reich

Der Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus wurde bis in die 1980er Jahre eine öffentliche Anerkennung als Unrecht verwehrt. In der Mehrheitsgesellschaft blieb die notwendige Aufarbeitung der Eskalation der Verfolgung und auch der dahinter liegenden, bis in die Gegenwart reichenden Vorurteilsstrukturen weitgehend aus. Erst die Bürger-rechtsbewegung der Sinti und Roma hat den systematischen Völkermord und dessen Verdrängung aus dem kollektiven Gedächtnis mehr und mehr in das Licht der Öffentlichkeit gerückt. Was haben wir hieraus gelernt?

Dieser Frage geht der politische Salon der Berliner Landeszentrale und des Landesrats der Roma und Sinti, RomnoKher, nach, zu dem wir Sie herzlich einladen:

Der politische Salon:
Der ‚vermeintlich‘ vergessene Holocaust – was haben wir aus der Geschichte gelernt?
Dienstag, 12. Dezember 2017, 18:00 bis 21:00 Uhr
Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstraße 85, 10969 Berlin

Im Anschluss an einen Impulsvortrag von Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal (Uni Bielefeld) unter dem Titel „Kontinuität der Vorurteile – Eskalation der Verfolgung“ diskutieren

Romani Rose (Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma),
Eva Högl (MdB, SPD),
Jana Mechelhoff-Herezi (Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas) und
Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal.

Moderiert wird die Veranstaltung von der Journalistin Shelly Kupferberg.

Die Teilnahme ist entgeltfrei.

Anmeldungen über die Berliner Landeszentrale für politische Bildung:
www.berlin.de/politische-bildung/veranstaltungen/der-politische-salon-der-vermeintlich-vergessene-holocaust-was-haben-wir-aus-der-geschichte-gelernt-642630.php/

Ansprechperson in der Berliner Landeszentrale für politische Bildung:
Thomas Gill, thomas.gill@senbjf.berlin.de