Internationale Schulen werden gestärkt-Trägerwechsel: Französisches Gymnasium und John-F.-Kennedy-Schule werden künftig zentral verwaltet

Pressemitteilung vom 19.09.2017

Mit positiven Beschlüssen haben die Schulkonferenzen des Französischen Gymnasiums und der John-F.-Kennedy-Schule für einen Trägerwechsel und eine zukünftige zentrale Verwaltung durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie votiert. Unterstützt wurde der Trägerwechsel ausdrücklich von der französischen Botschaft. Beide Schulen gehören zu den Leuchttürmen des internationalen Bildungsangebots in Berlin; sie sind von gesamtstädtischer Relevanz. Nach Änderung des Schulgesetzes werden das Französische Gymnasium und die John-F.-Kennedy-Schule zum Schuljahr 2018/19 von der bezirklichen Trägerschaft in die Trägerschaft der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wechseln.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres begrüßt die Entscheidung der beiden renommierten Schulen des Landes: „Im Rahmen unserer landesweiten Strategie zur Förderung der Mehrsprachigkeit bildet der Übergang dieser beiden Schulen in die zentrale Trägerschaft eine wichtige Säule. Wir werden in einem partizipativen Prozess zusammen mit Eltern, Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Schulleitungen den Trägerwechsel gestalten, offene Fragen klären und gemeinsame Ziele definieren. Wir werden die Schulen in ihrer Einzigartigkeit und gesamtstädtischen Bedeutung stärken und Themen wie Sicherheitsvorkehrungen zügig angehen.“ Ende August ließ die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie unter Beteiligung der Senatsverwaltung für Inneres, dem Landeskriminalamt Berlin, der amerikanischen Botschaft und dem Bezirksamt eine Sicherheitsbegehung an der John-F.-Kennedy-Schule durchführen. Am Französischen Gymnasium findet eine solche Begehung im Oktober statt.

Anne Marie Descôtes, Botschafterin der Französische Botschaft: „Die Französische Botschaft und die französische Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (AEFE) freuen sich, in das Vorhaben des Berliner Senats einbezogen zu werden: Es ist ein starker Beweis für den Willen der Stadt Berlin, ihr internationales Bildungsangebot zu vertiefen. Die Verstärkung der Zusammenarbeit des Senats mit Frankreich ist eine echte Gelegenheit für die Berliner Schülerinnen und Schüler.“

Jeff Hovenier, Acting Deputy Chief of Mission, U.S. Embassy | Berlin, Germany: „ Die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika begrüßt die Entscheidung des Erziehungsdirektoriums und der Schulkonferenz der John-F.-Kennedy-Schule, die Schule unter die Trägerschaft des Landes Berlin zu stellen. Wir wissen das große Interesse Berlins, die John-F.-Kennedy-Schule stärker zu unterstützen, sehr zu schätzen, und wir freuen uns darauf, die enge Zusammenarbeit zwischen der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika und der Stadt Berlin fortzusetzen, um den Erfolg der John-F.-Kennedy-Schule sowie ihrer Schülerinnen und Schüler weiter zu gewährleisten.“

Das Französische Gymnasium ist die älteste öffentliche Schule Berlins. Sie wurde 1689 vom Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg für die hugenottischen Flüchtlinge aus Frankreich gegründet. Die meisten der rund 1.000 Schülerinnen und Schüler sind deutscher oder französischer Herkunft. Darüber hinaus gibt es frankophone Schülerinnen und Schüler aus etwa 25 weiteren Nationen. Sie können sowohl das Baccalauréat als auch das deutsche Abitur ablegen.

Die John-F.-Kennedy-Schule (JFKS) ist mit 1.700 Schülerinnen und Schülern die größte Schule Berlins. An der JFKS wird bilingual in deutscher und englischer Sprache unterrichtet und sie ist eine Schule besonderer pädagogischer Prägung. Neben dem deutschen Abitur kann auch das amerikanische High School Diploma erworben werden.