"Tim steigt gern mal anderen Leuten aufs Dach. Früher zum Leidwesen seiner Lehrer. Heute gibt es dafür gute Noten. Seit Tim im Dualen Lernen seine bauhandwerklichen Fähigkeiten entdeckt, kniet er sich auch in der Schule richtig rein - und hat die Latte hoch gehängt: Abitur am Oberstufenzentrum. Er weiß: um später genug Holz zu machen, braucht es nicht nur Nägel sondern Köpfchen. Duales Lernen zeigt den Weg an. Schule trifft auf Praxis, damit Schüler bei der Berufswahl ins Schwarze treffen."
Die Integrierten Sekundarschulen bereiten ihre Schülerinnen und Schüler intensiv auf die Arbeits- und Berufswelt vor. Die Jugendlichen werden früh und so professionell wie möglich angeleitet, eigene Interessen zu entwickeln und sich mit der Berufswahl auseinander zu setzen. Neben der Allgemeinbildung geht es um die praxisorientierte Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten für eine spätere Berufsausbildung oder ein Studium.
Das Duale Lernen, das in den 7. bis 10. Klassen der Integrierten Sekundarschulen angeboten wird, umfasst Aktivitäten zur Berufs- und Studienorientierung sowie Praxisplätze an geeigneten Lernorten. Das sind zum Beispiel eigene schulische Werkstätten, Schülerfirmen, berufliche Schulen und öffentliche Verwaltungen, betriebliche Werkstätten und außerbetriebliche Bildungsstätten.
Jede Schule entscheidet eigenverantwortlich, welche Angebote des Dualen Lernens durchgeführt werden und legt deren Umfang im Schulprogramm fest. Die Teilnahme an mindestens einem Angebot des Dualen Lernens in jedem Jahrgang ist für die Schülerinnen und Schüler verpflichtend. In der Regel wird das ein Maßnahmenpaket sein, in dem die einzelnen Maßnahmen sinnvoll aufeinander abgestimmt sind.
Für leistungsschwächere Jugendliche sind besondere Formen des Dualen Lernens vorgesehen, wie zum Beispiel das Produktive Lernen oder die Praxisorientierten Lerngruppen. Hier findet ein Teil des Lernens an bis zu drei Tagen wöchentlich außerhalb der Schule statt.
Eine Stundentafel, die große Flexibilität ermöglicht, ist die Voraussetzung für eine individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler in der Integrierten Sekundarschule entsprechend ihren Lernvoraussetzungen, Fähigkeiten und ihrer Leistungsbereitschaft. Das auf der Grundlage des früheren Fachs "Arbeitslehre" entwickelte neue Fach "Wirtschaft, Arbeit, Technik (WAT)" ist das Leitfach für das Duale Lernen.
Partner außerhalb der Schule unterstützen die neue Lernform. Die Berliner Wirtschaft, vor allem vertreten durch die Handwerkskammer Berlin, die Industrie- und Handelskammer zu Berlin, die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e. V. und dem Verband Freie Berufe in Berlin e. V. helfen, möglichst viele Praxisorte zu realisieren mit dem Ziel, dass alle Integrierten Sekundarschulen mindestens einen Betrieb als Partner haben.





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