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Senatorin Sandra Scheeres

Senatorin Scheeres auf Schultour

Bildungssenatorin Sandra Scheeres besucht Berliner Schulen. Alle zwei Wochen wird sie sich vor Ort in Gesprächen mit Schulleitungen, Pädagoginnen, Schülern und Elternvertretern über das Schulprofil informieren. Denn so vielfältig wie die Interessen und die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler auf Förderung sind die Angebote der Schulen. Vom zweisprachigen Unterricht in den Europaschulen bis zur inklusiven Förderung von Kindern mit Behinderungen, von Schulen in sozial benachteiligten Quartieren bis zu speziellen Angeboten für hochbegabte Kinder werden die besuchten Schulen stellvertretend für alle das Spektrum des Berliner Bildungssystems zeigen. Lesen Sie hier über die Schulbesuche der Senatorin und erfahren Sie, was die Berliner Schulen zu bieten haben.

6. Station: Marcel-Breuer-Schule in Weißensee

Als Oberstufenzentrum für Holztechnik, Glastechnik und Design verfügt die Marcel-Breuer-Schule über eine moderne Ausstattung an Werkstätten, Laboren und Unterrichtsräumen. Insgesamt 2.145 Schülerinnen und Schüler werden an dem 2008 für rund 40 Millionen Euro neu gebauten Standort unterrichtet. Angeboten werden Berufsvorbereitung, berufliche Ausbildung, Berufsfachschule und studienbezogene Bildungsangebote. Die Schule kooperiert mit neun Berliner Integrierten Sekundarschulen, um Schülerinnen und Schüler zielorientiert auf ihren weiteren Bildungsweg vorzubereiten.

Die Bildungssenatorin lobte die enge Kooperation mit der Berliner Wirtschaft und betonte die Durchlässigkeit der Oberstufenzentren: „Hier erhalten alle Schülerinnen und Schüler die Chance, bis zur Hochschulreife qualifizierte Abschlüsse zu absolvieren. Kein junger Mensch in Berlin soll ohne Ausbildung bleiben, wir wollen alle in dieser Stadt versammelten Kapazitäten und Kompetenzen bestmöglich nutzen. Das bewährte Konzept der Mischung aus Theorie und Praxis an den Oberstufenzentren ermöglicht eine umfassende, spannende und abwechslungsreiche Ausbildung. Damit wollen wir die höchstmögliche individuelle Förderung erreichen und auf die Ansprüche jedes einzelnen Jugendlichen eingehen.“


5. Station: Hans-Fallada-Schule in Neukölln

Die Hans-Fallada-Schule besteht aus einer Grundschule sowie einem sonderpädagogischen Förderzentrum mit dem Schwerpunkt „Lernen“. Beide Schulteile haben eine gemeinsame Schulleitung. Pädagogische Schwerpunkte der Grundschule sind Sprachentwicklung und Medienkompetenz.

Von den 419 Kindern, die diese Schule besuchen, haben 379 einen Migrationshintergrund. Zurzeit werden hier 90 Schülerinnen und Schüler aus Rumänien unterrichtet, die oft erst seit wenigen Monaten in Deutschland leben und die deutsche Sprache nicht beherrschen.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres kündigte die Einrichtung einer landesweiten Arbeitsgruppe an, die sich mit der Roma-Problematik, insbesondere auch hinsichtlich der Bildungsaspekte, befassen soll. Auf jeden Fall sollen die muttersprachlichen Lehrkräfte, die den Kindern die deutsche Sprache vermitteln, weiterbeschäftigt werden. Ziel ist es auch, den Roma-Familien Sprachmittler an die Seite zu stellen, die bei Behördengängen und in der Schule helfen.


4. Station: Jean-Piaget-Schule in Hellersdorf

Die Jean-Piaget-Schule ist eine Integrierte Sekundarschule, die aus dem Zusammenschluss zweier Hauptschulen entstanden ist. Die individuelle Förderung der Schüler unter Berücksichtigung ihres sozialen Umfelds ist hier ein Schwerpunkt. Um dies zu erreichen, hat die Schule ein breites Netzwerk mit außerschulischen Partnern geknüpft und pflegt eine intensive Zusammenarbeit mit Grundschulen und Oberstufenzentren, der Jugendhilfe, Stiftungen und der Wirtschaft.

Seit 14 Jahren steht das „Produktive Lernen“ in der Jean-Piaget-Sekundarschule im Vordergrund. Jeweils zwölf Schüler, die die 8. Klasse durchlaufen haben, lernen in kleinen Gruppen bis zu sechs Berufe und Betriebe kennen und zeigen, was sie können und gelernt haben. Die Erfolgsbilanz: Die meisten Schüler erreichen nach der 10. Klasse einen Schulabschluss und finden einen Ausbildungsplatz.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres sieht in dieser Schule ein gutes Beispiel dafür, dass der Ganztagsbetrieb in den Sekundarschulen den Schülern nicht nur eine individuelle Förderung bietet, sondern ihnen auch hilft, ihren Alltag sinnvoll zu strukturieren.


3. Station: Robert-Koch-Oberschule in Kreuzberg

Die Schule übt aufgrund ihrer Lage im Stadtteil besonders auf Eltern und Schüler mit Migrationshintergrund aus Kreuzberg und Neukölln eine große Anziehungskraft aus. Weit über die Hälfte der Schüler sind türkischer Herkunft, etliche kommen auch ohne gymnasiale Empfehlung auf diese Schule. Die Robert-Koch-Oberschule ist das einzige Berliner Gymnasium, in dem diese jungen Menschen ihre türkische Muttersprache als verpflichtende zweite Fremdsprache einbringen können.

Sandra Scheeres: „Ich werde mir in den kommenden Monaten weiter ein Bild von den Berliner Gymnasien machen. Wenn die statistische und analytische Bewertung des neuen Aufnahmeverfahrens und des erstmaligen Probejahres an den Gymnasien vorliegt, werde ich prüfen, ob und wo es Nachsteuerungsbedarf gibt“.


2. Station: Helene-Haeusler-Schule in Prenzlauer Berg

Die Förderschule mit dem Schwerpunkt "Geistige Entwicklung" setzt die Förderung an der individuellen Ausgangslage eines jeden Kindes an und umfasst die Entwicklungsbereiche Motorik, Wahrnehmung und Kommunikation. Der Bildungsgang, in dem Deutsch, Mathematik, Arbeitslehre, Kunst, Musik und Sport unterrichtet wird, umfasst 12 Schuljahre. 142 Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Formen der Behinderung oder Lern- und Entwicklungsstörungen lernen hier von 8 bis 15 Uhr in kleinen Gruppen mit sechs bis acht Kindern und werden ergänzend betreut.

Die Schule wurde behindertengerecht umgebaut und erhielt einen Anbau mit Turnhalle, Therapiebad und Fachräumen.

Die Bildungssenatorin will das Inklusionskonzept zum gemeinsamen Lernen von Kindern mit und ohne Behinderungen noch einmal überarbeiten. „Das Projekt ist zu wichtig, um überstürzt angegangen zu werden. Ich konnte mich heute davon überzeugen, wie wichtig die Durchlässigkeit der verschiedenen Schulformen ist. Und ich habe Anregungen mitgenommen, den Berufseinstieg für die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu erleichtern“, sagte Sandra Scheeres.


1. Station: Carl-Kraemer-Grundschule in Gesundbrunnen

Diese Schule hat sich dem Motto „Vielfalt ist Reichtum“ verschrieben. Elementarer Bestandteil des Schulkonzepts ist das jahrgangsübergreifende Lernen. Wegen seiner guten Ergebnisse wurde es seit diesem Halbjahr auch in den Klassenstufen 4 - 6 für eine kurze Projektphase eingeführt. Alle 353 Schülerinnen und Schüler, von denen 78,2% nichtdeutscher Herkunft sind, lernen also gemeinsam mit anderen Jahrgängen.

Die Carl-Kraemer-Grundschule ist eine gebundene, kunstbetonte Ganztagsschule, in der Lernen und freie Zeit eng verzahnt werden. Im Mittelpunkt des pädagogischen Konzepts steht die Förderung und Forderung der Kinder - angefangen bei der Sprachbildung bis hin zur Entdeckung und Stärkung besonderer Begabungen. Ein Vorzeigeprojekt ist die Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin, in der im Mai 2011 die Ausstellung „Essen, Trinken, Feste feiern“ im Kulturforum am Potsdamer Platz entstand.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres: „Die Schule hält eine weite Spanne an Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten für Kinder bereit. Dies ist besonders für eine Kiezschule mit großen Integrationsanstrengungen eine beachtliche Leistung. Die Schule stellt nicht mögliche Schwächen in den Mittelpunkt ihres pädagogischen Handelns, sondern das Prinzip des Erkennens der individuellen Fähigkeiten und Stärken der Kinder“.

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