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Schulleistungsuntersuchungen

Internationale und nationale Schulleistungsstudien wie PISA, IGLU oder ELEMENT haben zum Ziel, den jeweiligen Ländern vergleichende Daten über die Leistungsfähigkeit ihrer Bildungssysteme zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der Ergebnisse dieser Untersuchungen hat die Kultusministerkonferenz eine Strategie ausgearbeitet, mit der die Qualität des deutschen Schulwesens verbessert werden soll.

Aktuell: PISA 2006 - Verbesserte Leistungen der Berliner Schülerinnen und Schüler

An dem nationalen Vergleich PISA-E 2006 nahmen rund 3900 Schüler aus 108 Berliner Schulen im Alter von 15 Jahren teil. Rund ein Drittel (32,3 %) der Berliner Teilnehmer hatten einen Migrationshintergrund. Von den getesteten 15-jährigen hatten über 15 % die 9. Klasse noch nicht erreicht.

Die Tests wurden in den Fächern Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten in allen drei Fächern Verbesserungen der Berliner Schülerinnen und Schüler.

Testzeitpunkt für PISA 2006 war April und Mai 2006 - d. h. im Schuljahr 2005/2006. Die Tests dauerten 120 Minuten, außerdem noch 50 Minuten für den Schülerfragebogen. Bundesweit nahmen 1530 öffentliche und private Schulen sowie insgesamt 40 000 Schülerinnen und Schüler (pro Schule je 25 15-Jährige und je 10 Schüler aus der Jahrgangsstufe 9) an PISA-E teil.

Im Fach Mathematik stieg die Berliner Leistung, verglichen mit 2003, um 7 Punkte, also deutlich stärker als der Mittelwert der Bundesländer und der OECD-Staaten. Damit liegen die Leistungen der Berliner Schüler erstmals im internationalen Durchschnitt.

In den Naturwissenschaften gab es bei den Berliner Schülerinnen und Schülern einen Anstieg um 15 Punkte gegenüber 2003. Damit liegen ihre Leistungen nun über dem OECD-Durchschnitt.

Auch im Grundlagenfach Lesen haben sich die Berliner Leistungen verbessert und sich sowohl im deutschlandweiten als auch im internationalen Vergleich dem Durchschnitt angenähert. Berlin hat sich hier vom 11. auf den 9. Rang der Bundesländer verbessert.
Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner ist zuversichtlich, dass die umfassenden Reformen des Berliner Schulgesetzes im Jahre 2004 für die nächste Testgruppe im Jahre 2009 spürbar bessere Ergebnisse liefern wird. Er wird bis Anfang 2009 konkrete Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Unterrichtsqualität erarbeiten.

Für Berlin ergaben sich weitere Einzelergebnisse aus dem PISA-Test:

  • Mit 32,3 % hat Berlin den fünfthöchsten Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund.
  • Mit 41 % hat Berlin den weitaus größten Anteil an türkisch-stämmigen Schülern an den Schülern mit Migrationshintergrund.
  • Mit 14,6 % hat Berlin den höchsten Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, der im Alltag vor allem die Herkunftssprache der Eltern sprechen.
  • Wenn man die unterschiedliche Bildungsnähe der Familien sowie die Unterschiede im Sprachgebrauch statistisch herausrechnet, haben Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in Berlin die gleichen Chancen das Gymnasium zu erreichen wie * Schülerinnen und Schüler ohne Migrationshintergrund erreichen in der Naturwissenschaft das deutschlandweit fünftbeste Ergebnis.
  • Der Anteil von Berliner Realschülern in der niedrigsten Mathe-Kompetenzstufe I und darunter beträgt 23,8 %. In Baden-Württemberg und Bayern liegt der Vergleichswert der Realschule bei 3,4 %.
  • Über die Zeitreihe der PISA-Studien 2000 bis 2006 sind an Berliner Gymnasien deutliche Leistungszuwächse in allen drei Testbereichen auszumachen. Darüber hinaus hat sich der negative Zusammenhang zwischen dem wachsenden Anteil an Gymnasiasten pro Jahrgang und dem mittleren Leistungsniveau verkleinert. Das heißt, dass es Berlin trotz steigender Zahlen an Gymnasiasten gelingt, ein hohes Leistungsniveau an Gymnasien zu erreichen.
  • Weiterhin besteht eine deutliche Leitungsstreuung im Berliner Schulwesen. So ist der Anteil der Schüler auf oder unter der geringsten Kompetenzstufe hoch (zwischen 20 % und 25 %), gleichzeitig besitzt Berlin den zweithöchsten Anteil an Schüler auf der höchsten Kompetenzstufe (nach Bayern) mit über 11 %.

Zusammenfassung der PISA-2006-Ergebnisse(Externer Link),
veröffentlicht im Internet-Angebot der Kultusministerkonferenz (KMK)
Pisa 2006

Berliner Schüler verbessern sich leicht bei PISA 2006
Pressemitteilung vom 18. November 2008 laden »

(Pisa 2006, 75255 Bytes)

PISA

Die internationale Schulleistungsstudie PISA (Programme for International Student Assessment) erhebt für die OECD-Mitgliedsstaaten vergleichende Daten über die Leistungsfähigkeit ihrer Bildungssysteme.

PISA misst alle drei Jahre (2000, 2003, 2006) in den wichtigsten Industriestaaten (und freiwilligen Partnerländern) die Leistungen von 15jährigen Schülerinnen und und Schülern in den Bereichen Leseverständnis, Mathematik und Naturwissenschaften.

PISA lässt grundsätzlich Raum für nationale Ergänzungen, solange diese nicht mit dem internationalen Untersuchungsprogramm interferieren. Die wichtigste nationale Erweiterung besteht in einem intranationalen Leistungsvergleich, bei dem nicht nur die Kompetenzen von 15-Jährigen, sondern auch von Neuntklässlern untersucht werden (PISA-E).

In Deutschland wurde PISA-E von der Kultusministerkonferenz in Auftrag gegeben. Verantwortlich für die Durchführung der Studie ist ein nationales Konsortium unter der Federführung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPIB) in Berlin. 2000 war der Schwerpunkt der Messung die Lesekompetenz, 2003 die mathematische Kompetenz, 2006 wird es die naturwissenschaftliche Kompetenz sein.

Für Berlin liegen bisher Ergebnisse für 2003 sowie ein kurzer Überblick über die Ergebnisse 2006 vor.
Pisa2003 Erg Kurz

PISA 2003 Ergebnisse des zweiten internationalen Vergleichs laden »

(Pisa2003 Erg Kurz, 223142 Bytes)
Pisa2003 Erg Kurz

PISA 2003 Ergebnisse des zweiten internationalen Vergleichs laden »

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Pisa2003 E Zusammenfassung

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(Pisa2003 E Zusammenfassung, 1320151 Bytes)
Pisa2003 E Zusammenfassung

PISA 2003 Anmerkungen aus Berliner Sicht laden »

(Pisa2003 E Zusammenfassung, 1320151 Bytes)

IGLU

(Internationale-Grundschul-Lese-Untersuchung)
Schülerleistungen am Ende der vierten Jahrgangsstufe im internationalen Vergleich

Mit IGLU wird international vergleichend das Leseverständnis von Schülerinnen und Schülern der vierten Jahrgangsstufe getestet. In Deutschland nehmen alle Länder an dieser Studie teil.
Mit IGLU/E werden in Deutschland in zwölf Ländern die Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich erfasst.


IGLU 2006

Von den Forschern der internationalen Leseleistungsstudie IGLU wird die Leseleistung der 4.-Klässler in Berlin dem Mittelfeld der Bundesländer zugeordnet. Dieses gilt, obwohl unter den getesteten Berlinern jeder zweite (49,3%) einen Migrationshintergrund hat.

Gleichwohl liegen die Berliner mit ihren Leistungen mit den Stadtstaaten Hamburg und Bremen am unteren Ende der Skala. Im deutschlandweiten Vergleich liegen allerdings Bremen und Hamburg statistisch signifikant unterhalb des deutschlandweiten Durchschnittes. Thüringen liegt statistisch signifikant darüber. Die Leseleistung der Berliner wird von den IGLU-Forschern höher bewertet als der Durchschnitt der 4.-Klässler sowohl in Europa als auch in der OECD. Berlin hat mit 76 die höchste Standardabweichung in Deutschland.


IGLU 2003
Iglu Kurz End

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(Iglu Kurz End, 550964 Bytes)

ELEMENT

Die Bildungsverwaltung hat im Jahr 2003 Prof. Dr. Lehmann (HU Berlin) beauftragt, die Leistungsstände der Berliner Schülerinnen und Schülern in den Klassen 5 und 6 festzustellen und ihre Entwicklung zu untersuchen. Rund 93 Prozent dieser Schülerinnen und Schüler besuchten die sechsjährige Grundschule, rund 7 Prozent wechselten bereits nach der 4. Klasse in eine Gymnasialklasse.
Der Abschlussbericht der ELEMENT-Studie (Erhebung zum Lese- und Mathematikverständnis - Entwicklungen in den Jahrgangsstufen 4 bis 6 in Berlin) ist der Bildungsverwaltung am 11. April 2008 überreicht worden. Die Ergebnisse belegen, dass die Berliner Grundschulen Schülerinnen und Schülern aller Leistungsstände erfolgreich fördern. Die grundständigen Gymnasien bzw. Gymnasialzüge ab 5, auf die 7 Prozent der (in der Regel leistungsstärksten) Schülerinnen und Schüler nach der Klasse 4 wechseln, weisen nahezu identische Leistungszuwächse auf. Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: „Eine Schere zwischen Grundschulen und grundständigen Gymnasien öffnet sich nicht. Im Gegenteil: Bei den Leistungsschwächeren scheint die Grundschule im großen Umfang Bildungsnachteile zu kompensieren. Die Untersuchung zeigt aber, dass auch die Leistungsstärkeren adäquat gefördert werden.“

Pressemitteilung vom 21. April 2008
Element - Abschlussbericht

Abschlussbericht über die Untersuchungen 2003, 2004 und 2005 an Berliner Grundschulen und grundständigen Gymnasien laden »

(April 2008; Element - Abschlussbericht, 403865 Bytes)
  • Projektbeschreibung

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    (54681 Bytes)
  • Ergebnisse der Untersuchung 2003

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    (526401 Bytes)
  • Untersuchungsbericht 2003

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  • Kurzbericht 2003

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    (114438 Bytes)
  • Befunde aus dem zweiten Erhebungszeitpunkt, Schuljahr 2003/2004

    Befunde aus dem zweiten Erhebungszeitpunkt, Schuljahr 2003/2004 laden »

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Siehe auch ...

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