Direkt zum Inhalt der Seite springen

Gewalt und Notfälle an Schulen

Hilfe und Prävention

Ein Schulklima, das frei von Gewalt und geprägt von gegenseitigem Respekt ist - die Berliner Schulen sind aktiv dabei, mit Unterstützung durch Netzwerke und Kooperationspartner diese Aufgabe zu verwirklichen.

Dennoch bleiben auch Schulen nicht von Gewalt, Notfällen und krisenhaften Entwicklungen verschont. Wird der Schulalltag durch Mobbing, körperliche Gewalt, Beleidigungen, Notfälle und Krisen belastet, besteht dringender Handlungsbedarf. Unsere Schulen müssen auf solche Situationen gut vorbereitet sein.

Aktuelles und Veranstaltungshinweise

Weniger Gewaltmeldungen an Schulen - Gewaltpräventionsbericht 2010/11 veröffentlicht

Im Schuljahr 2010/11 wurden 1468 Gewaltvorfälle und Notfälle gemeldet, das sind ca. 7 % weniger als im Vorjahr. Die meisten Meldungen (durchschnittlich 3,3 pro Schule) kamen aus den Integrierten Sekundarschulen, die wenigsten aus den beruflichen Schulen. Beleidigung, Drohung, Tätlichkeit sowie schwere körperliche Gewalt und Bedrohungen in unterschiedlichen Gefährdungsgraden wurden in 77 % aller Vorfälle gemeldet. In rund 20% aller Fälle war das Schulpersonal Opfer oder Betroffener.


Hilfe bei Notfällen, Gewalt und Krisen

Hilfe bei Notfällen, Gewalt und Krisen

Es kann viele Situationen geben, in denen ein Kind von einem Gewaltvorfall oder von einer Krise betroffen ist. Wenn ein Schüler auf dem Schulweg gemobbt oder geschlagen wird, wenn Suizidäußerungen wahrgenommen werden oder wenn ein Schüler selbst Gewalt gegen seine Mitschüler oder Lehrer ausübt, indem er sie beleidigt oder erpresst, sind die Betroffenen zunächst oft ratlos.

Wichtig ist, dass alle beteiligten Personen in solchen Fällen schnell und überlegt handeln. Schulleitungen, Lehrer, Eltern und Schüler erhalten Rat und Unterstützung durch die Schulpsychologie. Sie können sich jederzeit an das Schulpsychologische Beratungszentrum des Bezirks wenden, in dem die Schule des Kindes liegt. Hier stehen Ihnen Schulpsychologinnen und -psychologen für Gewaltprävention und Krisenintervention als Ansprechpartner zur Verfügung.

Seit 2005 steht allen Berliner Schulen ein Notfallordner zur Verfügung, der Schulleitungen und anderen mit der Bewältigung von Gewalt- und Notfallsituationen im Schulalltag befassten Personen Orientierung und Handlungsanweisungen gibt.

Notfallpläne für Berliner Schulen

Mit dem Notfallordner werden den Schulen wichtige Informationen für den Umgang mit Gewalt-, Notfall- und Krisensituationen zur Verfügung gestellt. Neben den nach Gefährdungsgraden gegliederten Handlungsanweisungen finden die Lehrkräfte und Schulleitungen Kontaktverzeichnisse zu Unterstützungsangeboten, Hinweise zur Kooperation mit Jugendhilfe, Polizei, Schulpsychologie und Gesundheitseinrichtungen sowie Anregungen zur Gestaltung eines gewaltfreien Schulklimas. Viele praktische Erfahrungen aus dem Schulalltag sind in die Neuauflage des Notfallordners eingeflossen.

Gefährdungsgrad III
Amoktat, Brandfall, Epidemie/Vergiftungen, Geiselnahme, Sprengsätze, Suizid/Tod in der Schule, Waffengebrauch

Gefährdungsgrad II
Amokdrohung, Bedrohung, Gewalt auf Datenträgern, Gewalt in der Familie, Handel mit Suchtmitteln, Nötigung/Erpressung/Raub, schwere körperliche Gewalt, sexuelle Übergriffe, Suizidversuch, Übergriffe auf Schulpersonal, Vandalismus, verfassungsfeindliche Äußerungen, Waffenbesitz

Gefährdungsgrad I
Beleidigung/Drohung/Tätlichkeit, Mobbing, Suchtmittelkonsum, Suizidäußerung und -ankündigung, Tod von Schulangehörigen

Ergänzende Informationen und Materialien
Die Rolle der Unfallkasse Berlin im Krisenfall, Diskriminierung, Hilfe bei Gewalt gegen Schulpersonal, Homophobie, Kinderschutz, Notfall/Krise/Trauma, Notwehrrecht/unterlassene Hilfeleistung/Fürsorge- und Aufsichtspflicht, Opferentschädigung, Risikoindikatoren für Suizid, selbstverletzendes Handeln, Stalking, Strananzeige/Strafantrag, Tatausgleich/Wiedergutmachung, Trauerprozesse, Umgang mit dem Täter, Umgang mit den Medien (Presse), rechtliche Hinweise und Materialien

Das Krisenteam an der Schule

Das Krisenteam an der Schule leistet einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention und zum Umgang mit Notsituationen. Zu den Aufgaben gehören die pädagogische, organisatorische und technische Vorbereitung auf Gewalt- und Krisenereignisse und die Weiterentwicklung der präventiven Arbeit im Rahmen des Schulprogramms. In Ausnahmesituationen koordiniert das Team das Vorgehen zur Bewältigung der Krise und leitet geeignete Maßnahmen ein. Nach dem Ereignis sorgt das Team durch angemessene Nachsorge für die Sicherstellung des geordneten Schulbetriebs.

Das Krisenteam sollte aus fünf bis sieben Personen, darunter ein Mitglied der Schulleitung, bestehen. Andere interessierte Personen wie z. B. Lehrkräfte, Sozialarbeiter, Erzieherinnen, Sekretärinnen oder auch Elternverteter wirken aufgabenbezogen im Team, das sich regelmäßig trifft, mit. Über die Zusammensetzung entscheidet die Schulleitung.

Gewaltprävention

Konflikte lassen sich auch an Schulen nicht vermeiden - aber deren Lösung ohne Gewalt muss das Ziel sein. Viele Initiativen, Projekte und Programme zum sozialen Lernen helfen, das Schulklima zu verbessern und die Kompetenzen im Umgang mit Krisensituationen zu stärken. Gewalt vorzubeugen ist eine wichtige Aufgabe der Schulentwicklung. mehr

FAQ - Häufig gestellte Fragen zu Gewalt und Krisen an Schulen

Soziales Lernen 200 150
  • Können Eltern auf Gewaltvorfälle in der Schule oder auf dem Schulweg aufmerksam machen?
    Eltern können Gewaltvorfälle, die sich in der Schule oder auf dem Schulweg ereignen, der Schulleitung, der Schulpsychologie oder der Schulaufsicht mitteilen.
  • Ist jeder Konflikt Mobbing?
    Nein. Mobbing ist, wenn jemand über einen längeren Zeitraum immer wieder negativen Handlungen einer oder mehrerer Personen ausgesetzt ist.
  • Darf ich als Elternteil einen Tadel für ein anderes Kind beantragen?
    Nein. Eine Schulstrafe bzw. eine sogenannte Erziehungs- und Ordnungsmaßnahme spricht grundsätzlich nur die Schule aus.
Viele weitere Fragen und Antworten finden Sie auf der Seite FAQ - Häufig gestellte Fragen zu Gewalt und Krisen an Schulen.

Weiterführende Informationen

Informationen für Schulen zu

  • Hilfe- und Meldeverfahren, Formulare
  • Fort- und Weiterbildung zur Gewaltprävention und Krisenintervention
weiter

Kontakt

Gewaltprävention in der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Ria Uhle und Kati Kommnick
Telefon 90227 6320 oder -6513
Fax 90227 5012
eMail

Siehe auch ...

Verweise zu anderen Angeboten

Kontakt

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
Bernhard-Weiß-Str. 6
D-10178 Berlin-Mitte

Stadtplan


Telefon 030 90227 5050


Ihre Ansprechpartner
eMail


facebook


 

U+S Alexanderplatz

VBB fahrinfo - Link (mit Vorbelegung)

Infos für Insider

BWFinfo Insider-Server von SenBWF

Notdienste

Zahl der Woche

95%
der Schüler, die sich an den weiterführenden Schulen angemeldet haben, konnten einen Platz an einer ihrer Wunschschulen bekommen. mehr

Partner



audit