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Schulreform

Ergebnisse und Ausblick

Jede Schülerin und jeder Schüler soll den bestmöglichen Schulabschluss erreichen können. Berlins neue Schulstruktur ab Klasse 7 bietet mehr individuelle Förderung, Betreuung auch am Nachmittag und ein Plus an gemeinsamem Lernen. Das unterstützt ganz besonders die Integration von Schülern mit Migrationshintergrund oder sozial schwächerer Herkunft.

BERLIN-Studie zur Schulstrukturreform

Eltern befürworten das zweigliedrige Schulsystem und das neue Übergangsverfahren
Die Mehrheit der Eltern und der Lehrkräfte sind mit der neuen Sekundarstufe (Gymnasium und Integrierte Sekundarschule) zufrieden. Auch die verstärkte Berufsorientierung, das Duale Lernen und der Ganztagsbetrieb an den Sekundarschulen sind hoch akzeptiert. Dies ist das erste Ergebnis der Studie zur Bewertung der Schulstrukturreform. Das neue Verfahren zum Übergang auf die weiterführenden Schulen hat zum Ergebnis, dass über 96 % der Schüler einen Platz an einer ihrer Wunschschulen bekommen haben. Auch bei den Eltern, deren Erstwunsch nicht erfüllt werden konnte, zeigt sich überwiegend eine hohe Zufriedenheit mit der besuchten Schule.

Neue Schulstruktur: Aus 5 wurden 2

Schulreform

Berlin hat sein Schulsystem umgebaut: Durch die Schulreform gibt es seit dem Schuljahr 2010/2011 nur noch zwei weiterführende Schularten im Anschluss an die Grundschule:

  • die Integrierte Sekundarschule und
  • das Gymnasium.
Die bisherigen Haupt-, Real- und Gesamtschulen wurden in einer Schulart, der Integrierten Sekundarschule, zusammengefasst. Bereits begonnene Jahrgänge der ehemaligen Haupt-, Real- und Gesamtschulen werden regulär zu Ende geführt und mit den Schulabgängern des Schuljahres 2014/2015 beendet sein.

Das Berliner Schulsystem ist durch die Reform übersichtlicher geworden; die alte Dreigliedrigkeit hat sich nicht bewährt. Die neue Integrierte Sekundarschule verbindet nun das gemeinsame Lernen mit dem Angebot des Ganztagsbetriebs bis zur 10. Klasse. Das bedeutet, Schüler mit unterschiedlichen Bildungsempfehlungen profitieren voneinander und sind gleichzeitig stärker und selbstbewusster in der Gemeinschaft. Es bleiben außerdem genügend Raum und Zeit, auf die individuellen Fähigkeiten einzelner Schülerinnen und Schüler einzugehen und sie bestmöglich zu fördern.

Von der Schulreform unberührt bleiben der Elternwille bei der Wahl der weiterführenden Schule sowie die Rolle der Gymnasien. Auch die Gymnasien sind bereits Ganztagsschulen.
Das Berliner Schulsystem auf einen Blick
BildungsFahrplan

Was hat sich mit der Schulreform geändert? Was müssen Eltern, Schüler und Lehrer wissen?

Alle Antworten auf einen Blick finden Sie in der Broschüre BildungsFahrplan und unter der Rubrik FAQ - Häufig gestellte Fragen zur neuen Schulstruktur.

Zwei Wege: Bessere Chancen

Gymnasium Teaser

Die neue Zweigliedrigkeit der weiterführenden Schulen eröffnet allen Schülerinnen und Schülern von nun an bessere Chancen: Die persönliche Entfaltung und eine bestmögliche schulische Laufbahn soll jedem Schüler offen stehen, unabhängig von der sozialen Herkunft. Kein Schüler wird mehr aufgrund seiner Schulwahl bereits festgelegt oder in seinen Möglichkeiten eingeschränkt. Das Motto lautet: Gemeinsames Lernen, statt Ausgrenzung und Einschränkung.

Neben dem Gymasium, das in altbewährter Form zum Abitur führt, bietet die Integrierte Sekundarschule alle Schulabschlüsse einschließlich der Hochschulreife. Ein Wechsel zwischen beiden Schularten ist bei entsprechenden Voraussetzungen und Fremdsprachenfolge möglich:

  • Schülerinnen und Schüler werden nach ihren Lernvoraussetzungen und ihrem Lerntempo gefördert und in ihrer Persönlichkeit unterstützt.
  • Mit individueller Förderung können mehr Schülerinnen und Schüler zu mittleren oder höheren Abschlüsen geführt werden.
  • Die Integrierte Sekundarschule bietet alle Schulabschlüsse - vom Mittleren Schulabschluss (MSA) bis zum Abitur.
  • Die Schulabschlüsse Berufsbildungsreife (BB) und erweiterte Berufsbildungsreife (eBB) werden ab 2013/2014 die älteren Hauptschulabschlüsse ersetzen.
  • Das Duale Lernen bietet eine praxisnahe Ausbildungs -und Berufsvorbereitung
  • Sekundarschüler haben je nach Leistungsentwicklung zwei oder drei Jahre Zeit, um die gymnasiale Oberstufe zu absolvieren, am Gymnasium dauert die Abiturphase immer zwei Jahre.
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Modellprojetkt Gemeinschaftsschule
Neben Gymnasien und Integrierten Sekundarschulen gibt es Gemeinschaftsschule, die einen durchgehenden Bildungsgang von der Grundstufe zur Sekundarstufe anbietet. Die Gemeinschaftsschule hat Modellcharakter und ist daher keine eigene Schulart.
  • Die Pilotphase der Gemeinschaftsschule, die bereits im Schuljahr 2008/2009 startete, wird weitergeführt und ausgebaut.
  • Das Organisationsprinzip in den Gemeinschaftsschulen ist das gemeinsame und integrative Lernen - ohne äußere Differenzierung: Das bedeutet, die Schüler bilden eine Klassengemeinschaft und können von der Schulanfangsphase bis zum Mittleren Schulabschluss und zur Hochschulreife zusammenbleiben und gemeinsam lernen. mehr

Die Integrierte Sekundarschule

Wer zum Lernen mehr Orientierung braucht oder sich auch für eine berufliche Ausbildung interessiert, ist an der Integrierten Sekundarschule genau richtig. Sie baut auf den Erfahrungen der Gesamtschule auf und bietet ihren Schülerinnen und Schülern alle Abschlüsse bis hin zum Abitur nach 13 (oder bei entsprechenden Vorraussetzungen auch 12) Jahren.
Die Sekundarschulen haben eine eigene gymnasiale Oberstufe oder gehen eine verbindliche Kooperation mit Oberstufen anderer Sekundarschulen oder den beruflichen Gymnasien an den Oberstufenzentren ein: Die Integrierte Sekundarschule ist damit in den Bildungsstandards und den Schulabschlüssen dem Gymnasium gleichwertig. mehr

Für eine frühe berufliche Orientierung bietet das Duale Lernen ideale Möglichkeiten: Unterricht und Berufswelt werden hier auf praxisnahe Weise verbunden. Die Schüler können z. B. Praxistage oder Praktika in Betrieben für die spätere Ausbildungs- und Berufswahl vorbereitend nutzen. Dieses Angebot wird in Kooperation mit der Berliner Wirtschaft ermöglicht und steht grundsätzlich allen Schülerinnen und Schülern für alle angestrebten Schulabschlüsse offen. mehr

Bedingungen der Sekundarschule:

  • Individuelle Förderung und Leistungsdifferenzierung
  • Klassenfrequenz: maximal 26 Schüler
  • Flexible Stundentafel: 31 Unterrichtsstunden/Woche in Klassen 7 und 8 und 32 Stunden in den Klassen 9 und 10
  • Ganztagsbetrieb in allen Sekundarschulen mit Bildungs- und Betreuungsangeboten bis in den Nachmittag
  • Duales Lernen: Vorbereitung auf Berufsausbildung durch Verknüpfung des Unterrichts mit einem Praxisplatz
  • Lehrkräfte haben an allen Sekundarschulen die gleiche Unterrichtsverpflichtung .
Im Schuljahr 2011/12 hat Berlin bereits 118 Integrierte Sekundarschulen.

Das Gymnasium


Auch für die Gymnasien ist der Ganztagsbetrieb neu: Mindestens ein Gymnasium in jedem Bezirk wird einen gebundenen Ganztagsbetrieb anbieten, um insbesondere Schülerinnen und Schüler aus sozial benachteiligten Familien intensiver zu fördern.

Im gebundenen Ganztagsbetrieb findet der Unterricht bis 16 Uhr statt: Der Unterricht ist eine Kombination aus Betreuungs- und Bildungsangeboten. Das kann z.B. der Kurs eines Sportvereines in der Schule oder das Angebot einer Musikschule sein. Einige Schulen organisieren z. B. ihre Unterrichtseinheiten in Blöcken zu 90 Minuten und schaffen längere Lerneinheiten gefolgt von größeren Pausenabschnitten.

Auf dem Gymnasium können die Schülerinnen und Schüler wie bisher nach 12 Jahren ihr Abitur absolvieren. Die Gymnasien, die schon mit der 5. Klasse beginnen (grundständige Gymnasien) bleiben im bisherigen Umfang bestehen. mehr

Starke Partner für den Ganztagsbetrieb

Starke Partner


Die neue Integrierte Sekundarschule wurde komplett als Ganztagsschule realisiert. Darüber hinaus gibt es in jedem Bezirk mindestens ein Ganztagsgymnasium. Langfristig wollen auch die Gymasien ihr Ganztagsangebot ausbauen.

Für die Gestaltung des Ganztagsbetriebes setzen die Schulen verstärkt auf die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern: Für diese Kooperationen nutzen die Schulen zusätzliche Budgets und sie sind für die Auswahl der Partner und den Abschluss eines konkreten Kooperationsvertrages selbst verantwortlich, so dass sie auch eigene Profile entwickeln können.

Mit der Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, der Landesjugendring Berlin e. V. und die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung wurden die Rahmenvereinbarung für die Kooperation im Ganztagsbetrieb der Integrierten Sekundarschulen (ISS) und Ganztagsgymnasien unterzeichnet.Die Vereinbarung ist Ausdruck der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Trägern der freien Jugendhilfe und der Schulen und bietet die Grundlage für die Kooperation einzelner Schulen mit entsprechenden Trägern und Einrichtungen vor Ort.mehr

Kooperationen der Schulen

Kooperation

Eine optimale Förderung der Kinder und Jugendlichen aller Altersstufen braucht eine ständige Zusammenarbeit der Schulen untereinander und mit anderen. Daher ist die verbindliche Kooperation mit folgenden Partnern ein wichtiger Teil der Schulreform:

  • systematische Kooperation mit der Jugendarbeit und der Jugendhilfe, Ausbau des Programms Jugendsozialarbeit, Jugendhilfemaßnahmen in der Schule;
  • verbindliche Zusammenarbeit zwischen den Grundschulen und den Kindertagesstätten und damit eine Verzahnung vorschulischer und schulischer Bildung;
  • Kooperation zwischen den Grundschulen und den weiterführenden Schulen, z. B. sollen Fachlehrkräfte auch in der jeweils anderen Schulart unterrichten;
  • Kooperation der Sekundarschulen mit den Oberstufenzentren und den Oberstufen der Gymnasien.

Eckpunkte ISS OSZ

Berliner Eckpunkte für nachhaltige Kooperationen zwischen Integrierten Sekundarschulen und beruflichen Schulen laden »

(Eckpunkte ISS OSZ, 546788 KB)


Die Stiftung Brandenburger Tor hat im Januar 2006 das Programm "Schulen übernehmen Verantwortung" gestartet.

Der Auftrag für die am Programm teilnehmenden Schulen ist, in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zwischen Schulen Modelle und Methoden zu entwickeln, zu fördern und weiterzugeben, in denen die Schulgemeinschaften ermutigt werden, ihre Verantwortung für die Verbesserung der Schulqualität wahrzunehmen.

Die Stiftung Brandenburger Tor knüpft damit an ihren Wettbewerb "Jugend übernimmt Verantwortung" an. Verantwortungsübernahme als handlungsleitende Kategorie hat für Schulen als pädagogische Zielsetzung für die Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler erheblich an Bedeutung gewonnen. Internationale Vergleiche von Schülerleistungen lassen den Schluss zu, dass die Übernahme der Verantwortung von Schulen für die Schüler und ihre Ergebnisse eine große Rolle spielt. mehr(Externer Link)

Die Finanzierung der Schulstrukturreform

Das Finanzierungspaket sieht jährliche Mehrausgaben in Höhe von 24,1 Millionen Euro vor, wenn die Schulreform voll umgesetzt sein wird und zusätzlich eine einmalige Summe in Höhe von 10 Millionen Euro für die Umstellung des Schulsystems. Das Konjunkturprogramm II hilft auch den Integrierten Sekundarschulen.

Da die Schulreform zunächst in den siebenten Klassen startete und dann Jahr für Jahr mit einem neu beginnenden siebenten Jahrgang bis 2014/15 in Klasse 10 „hochwächst“, fielen die vollen Kosten nicht gleich im ersten Jahr an. Am Ende werden rund 430 Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter für Berlins Schulen mehr da sein als bislang. Die Integrierten Sekundarschulen mit vielen lernmittelbefreiten Schülern oder Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache erhalten mehr Lehrkräfte.

Schulstrukturpraesentation

Die neue Schulstruktur
Ziele und geplante Maßnahmen der Reform in Kürze laden »

(16.12.2009; Schulstrukturpraesentation, 176046 KB)

Weiterführende Informationen

Siehe auch ...

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Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
Bernhard-Weiß-Str. 6
D-10178 Berlin-Mitte

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