Die Staatliche Europa-Schule Berlin ist ein besonderes Angebot der Berliner Schule. Sie ist die bildungspolitische Antwort auf ein zusammenwachsendes Europa. Das Konzept dieser Berliner Bildungseinrichtung ist einzigartig in der Bundesrepublik: Sie ist keine Eliteeinrichtung für besonders Begabte oder Diplomatenkinder. Der gleichberechtigte Zugang zu der Europa-Schule Berlin ist charakteristisch: Bewusst wird kein Schulgeld erhoben. Wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot, entscheidet das Los und nicht der Geldbeutel der Eltern oder deren Einflussnahme.
Die SESB ist offen für alle Kinder, deren Eltern den Schwerpunkt der Ausbildung auf das Erlernen von zwei gleichberechtigten Unterrichtssprachen setzen wollen. 1992 hat die SESB mit 160 Schülerinnen und Schülern in sechs Grundschulen mit drei verschiedenen Sprachkombinationen begonnen: Deutsch-Englisch, Deutsch-Französisch und Deutsch-Russisch. Heute besuchen mehr als 6000 Schülerinnen und Schüler die 17 Grundschulen und 13 weiterführenden Schulstandorte mit insgesamt neun Sprachkombinationen.
Dieses Schulangebot bereitet Kinder und Jugendliche auf die Arbeitswelt der Zukunft vor. Für die Jugend eines vor allem exportorientierten Landes, das mehr und mehr eine Brückenfunktion zwischen West- und Osteuropa übernimmt, ist Mehrsprachigkeit ein großer Vorteil und damit eines der wichtigsten Kompetenzen, die die Schule mit auf den Lebensweg geben kann.
Gleichzeitig leistet die SESB mit ihrem Konzept der bikulturellen Erziehung einen wichtigen Beitrag gegen jede Form der Fremdenfeindlichkeit: In jeder Klasse wachsen Schülerinnen und Schüler verschiedener Nationen mit unterschiedlichen Muttersprachen auf. Sie lernen nicht nur miteinander, sondern auch voneinander. Da bleibt kein Platz für Vorurteile. Diese kulturübergreifende Erziehung unter Wahrung der eigenen kulturellen Identität ist eine wichtige Leitlinie der Staatlichen Europa-Schule Berlin.
Fragen und Antworten rund um das Thema Staatliche Europa-Schule.







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