Schulanfangsphase
Nicht das Kind muss schulfähig sein, sondern der Schulanfang wurde so gestaltet, dass jedes Kind adäquat gefördert wird. Die 1. und 2. Klasse werden zur jahrgangsgemischten Schulanfangsphase zusammengelegt. Diese Schulanfangsphase können die Kinder in 1, 2 oder 3 Jahren durchlaufen - je nach individuellen Voraussetzungen und Lerntempo. Sozialkontakte bleiben erhalten und jeder kommt einmal in die Helferposition. 176 Grundschulen praktizieren dies bereits seit dem Schuljahr 2007/2008.
69 Prozent der Berliner Grundschulen starten mit Jahrgangsmischung in das Schuljahr 2008/2009
Von den 363 Berliner Grundschulen werden 250 im nächsten Schuljahr die Jahrgänge in der flexiblen Schulanfangsphase mischen. "Es ist erfreulich,", so Bildungssenator Zöllner, "wie groß die Bereitschaft der Schulen ist, den Unterricht mit neuen Methoden zu verbessern."
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(Flexible Schulanfangsphase, 260694 Bytes)
Die flexible Schulanfangsphase hat sich in bundesweiten Modellversuchen und in 78 Berliner Grundschulen bewährt. Ab dem Schuljahr 2007/2008 hat jedes Kind ein Recht auf Lernen in altersgemischten Gruppen bei einer flexiblen Verweildauer in der Schulanfangsphase zwischen 1 und 3 Jahren.
Der vorgezogene Schuleintritt, der Verzicht auf Zurückstellungen, das Lernen in jahrgangsgemischten Gruppen, die Erhebung der Lernausgangslage (LauBe) und die daran anknüpfende individuelle Förderung bei flexibler Verweildauer (ein - drei Jahre, wobei das ggf. erforderliche dritte Jahr nicht auf die Schulbesuchszeit angerechnet wird) stehen in einem systemischen Zusammenhang. Die angestrebte Qualitätsentwicklung im Bereich des Anfangsunterrichts ist erst durch das Zusammenwirken dieser Elemente möglich.
Was spricht für jahrgangsgemischtes Lernen in der Schulanfangsphase?
Lernen beginnt mit der Geburt
Lernen in der Schule beginnt frühestens für Kinder im Alter von 5,5 Jahren: Schulanfänger sind keine Lernanfänger.
Es ist normal verschieden zu sein
Kinder bringen unterschiedliche Vorerfahrungen mit, die Bedingungen, unter denen Kinder heute aufwachsen unterscheiden sich sehr viel mehr als früher.
Homogenität ist ein Irrglaube: Jedes Kind ist einmalig
auch in den jahrgangshomogenen ersten Klassen saßen Kinder, die sich in ihren Lernerfahrungen und ihrem Entwicklungsstand um 3 - 4 Jahre unterschieden.
Lernen in der Schulanfangsphase setzt auf individuelle Förderung - für passgerechte Förderung gilt es zu fragen
Was kann das Kind schon? Was muss es noch lernen? Was soll es im nächsten Schritt lernen?
Jahrgangsmischung fördert Potenziale der Kinder
Kinder kommunizieren sach- und aufgabenbezogen miteinander
leistungsschwache Kinder erleben sich beim Unterstützen jüngerer Kinder als kompetent, das stärkt ihr Selbstkonzept und ihre Lernbereitschaft
leistungsstarke Kinder werden durch Modelle älterer Kinder und Lernangebote für die nächsthöheren Jahrgangsstufen herausgefordert
Jahrgangsmischung fordert veränderte Unterrichtskonzepte, entlastet Lehrkräfte jedoch (sobald die mit der Umstellung verbundenen Aufgaben und Veränderungen in Routine übergehen)
Regeln und Rituale der Gruppe werden weitergelebt
Kinder sind Ansprechpartner der Kinder - nicht nur Lehrkräfte
hohe Arbeitszufriedenheit der Lehrkräfte in jahrgangsgemischten Klassen
Beginn der Jahrgangsmischung in der Schulanfangsphase Im Schuljahr 2007/08 haben 176 Grundschulen, 2 Sonderschulen mit Grundschulzug und 2 Gesamtschulen mit Grundstufe die Schulanfangsphase bereits jahrgangsgemischt organisiert. laden »
(Flexible Schulanfangsphase Beginn Jahrgangsmischung, 35826 Bytes)
Gestaltung der Schulanfangsphase in den Bundesländern laden »
(September 2005; Schulanfangsphase Laender, 67901 Bytes)
Siehe auch ...
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