Berliner Gedenktafel für Martin Dibobe

Pressemitteilung vom 27.10.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

Staatssekretärin Hella Dunger-Löper enthüllt am Montag, 31. Oktober 2016, um 12.00 Uhr am Haus Kuglerstraße 44 in 10439 Berlin eine Gedenktafel zur Erinnerung an den Aktivisten für die Menschenrechte von Afrikanerinnen und Afrikanern aus den ehemaligen deutschen Kolonien Martin Dibobe.

Veranstalter ist die Senatskulturverwaltung in Verbindung mit dem Aktiven Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. Das Grußwort spricht Staatssekretärin Hella Dunger-Löper. Laudatorin ist die Historikerin Katharina Oguntoye.

Martin Dibobe (1876 – nach 1922) geboren als Quane a Dibobe in Bonapriso, Kamerun, kam 1896 als Kontraktarbeiter im Rahmen der großen Berliner Gewerbeausstellung nach Berlin. Dibobe blieb in Berlin, heiratete 1900 die Berlinerin Helene Noster, machte eine Lehre bei Siemens und arbeitete bis 1919 als Zugführer bei den Berliner Verkehrs-Betrieben, der heutigen BVG. Gemeinsam mit 17 anderen Afrikanern in Deutschland, die ihn als ihren ständigen Vertreter im Reichstag vorschlugen, forderte er am 27. Juni 1919 in einer Petition die „Selbstständigkeit und Gleichberechtigung“ der Menschen in und aus den deutschen Kolonien. Im U-Bahnhof Hallesches Tor erinnert eine Fotografie an Dibobe, die die BVG aus Anlass der Gedenktafelenthüllung erneuern und um weitere Informationen zur Lebensgeschichte von Dibobe ergänzen wird. Dibobe wohnte im Jahr 1918 in dem Haus in der Kuglerstraße.