Verdienstkreuz für Ursula Mamlok

Pressemitteilung vom 06.11.2013

Kulturstaatssekretär André Schmitz hat heute im Auftrag von Bundespräsident Joachim Gauck der Komponistin Ursula Mamlok das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

Schmitz: „Mit dieser Auszeichnung wird das umfangreiche kompositorische Werk von Ursula Mamlok geehrt. Sie hat mit Ihrer Musik internationale Anerkennung erlangt. Es ist außerdem eine Ehre für unsere Stadt, dass Ursula Mamlok als jüdische Emigrantin 2006 nach Berlin zurückgekehrt ist. Berlin ist ihr dafür dankbar, dass sie in als Zeitzeugin in vielen Gesprächskonzerten junge Menschen über die Zeit des Nationalsozialismus informiert und aufgeklärt hat.“

Ursula Mamlok wurde 1923 in Berlin geboren, wo sie schon früh mit ihrer musikalischen Ausbildung begann. Aufgrund ihrer jüdischen Abstammung von den Nationalsozialisten verfolgt, verließ Ursula Mamlok gemeinsam mit ihren Eltern Berlin und wanderte 1939 nach Ecuador aus. Noch im gleichen Jahr gelang es ihr, ein Stipendium für die Mannes School of Music in New York zu bekommen.
Sie studierte in den folgenden Jahren Komposition bei Roger Sessions, Stefan Wolpe und schließlich bei dessen Schüler Ralph Shapey, der einen besonders nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung ihres Kompositionsstils hatte. Sie unterrichtete Komposition an der New York University, der Temple University und über 40 Jahre an der Manhattan School of Music in New York. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen.
Seit 2006 lebt Ursula Mamlok wieder in ihrer Geburtsstadt Berlin.