Ernährung 3.0: Berlin gründet Rat für gutes Essen

Pressemitteilung vom 29.09.2015

Im Rahmen der Wertewochen 2015 hat sich am Montag in Berlin der „Rat für gutes Essen“ („food council berlin”) gegründet. Rund 30 Verbände, Organisationen und Unternehmen waren der Einladung von Verbraucherschutzstaatssekretärin Sabine Toepfer-Kataw zur konstituierenden ersten Sitzung gefolgt.
Ziel des Rates ist es, eine nachhaltige Strategie rund um das Thema Ernährung in und für Berlin zu entwickeln.
„Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme. Essen ist Kulturgut und natürlich ein Wirtschaftsfaktor“, erläutert Sabine Toepfer-Kataw. „In Großbritannien und den USA sind food councils in vielen Städten schon fest verankert. Mit dem Rat für gutes Essen holen wir die food-council-Idee nun erstmals nach Deutschland. Die Mitglieder beschäftigen sich mit Themen wie Urban Gardening, Qualitätsmanagement, Vermeidung von Lebensmittelverschwendung oder Ernährungsbildung. Ich halte es für wichtig, die unterschiedlichen Player rund ums Essen an einen Tisch zu holen, um darüber zu beraten, wie wir mit dem Thema Ernährung mittel- und langfristig umgehen wollen.“
Angestoßen hat den Prozess die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz, grundsätzlich versteht sich die Verwaltung aber als eine von vielen Beteiligten.
Bei ihrem ersten Treffen einigten sich die Teilnehmer darauf, dass die Stiftung Zukunft Berlin die Beratungen moderierend und strukturierend begleitet. Zu den Gründungsteilnehmern gehören Konsumenten-Organisationen wie Slow Food ebenso wie die Fördergemeinschaft Ökologische Landwirtschaft, die IHK Berlin, der Handelsverband Berlin Brandenburg, der Bauernverband Brandenburg oder die Cooks Connection.
„Viele unserer Lebensmittel kommen aus Brandenburg, über das ganze Thema Versorgung mit regionalen Lebensmitteln können wir sinnvollerweise nur gemeinsam mit Brandenburg zu Ergebnissen kommen. Deshalb freue ich mich sehr, dass Berlin und Brandenburg in diesem Fall an einem Strang ziehen bzw. an einem Tisch sitzen“, so Sabine Toepfer-Kataw.
Das nächste Treffen soll im November stattfinden.