Online-Plattform bietet Hilfe für Glücksspielsüchtige und exzessive Internetnutzer

Pressemitteilung vom 04.08.2016

Poker, Pferdewetten, Online-Spiele: Fast eine Million Menschen in Deutschland sind aktuellen Schätzungen zufolge Betroffene. Nur ein geringer Teil von ihnen nimmt professionelle Hilfe in Anspruch. Viele wissen zudem nicht, wo sie Unterstützung finden können.

Um Betroffenen und Angehörigen die frühzeitige Suche nach geeigneten Beratungs- und Behandlungsangeboten zu erleichtern, hat die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales den Aufbau einer speziellen Online-Datenbank gefördert, die durch die AG Spielsucht der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité entwickelt wurde. In der Online-Datenbank sind 140 Anlaufstellen in Berlin erfasst, zusätzlich wird über konkrete Behandlungsmöglichkeiten informiert. Auch Kontaktdaten von Beratungsstellen, niedergelassenen Psychotherapeuten sowie Selbsthilfegruppen werden über eine Suchfunktion hinterlegt.

Das Angebot richtet sich darüber hinaus auch an Fachkräfte: Sie haben die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen und zu erfahren, welcher Kollege sich in welchem Stadtteil mit dem speziellen Fachgebiet beschäftigt.

Ergänzend zur Online-Plattform wurde für Ärzte und Therapeuten der Flyer „Glücksspielsucht erkennen und handeln“ vom Präventionsprojekt Glücksspiel der pad gGmbH in Kooperation mit der Charité entwickelt. Der Flyer kann über die senatsgeförderte Berliner Präventions-Webseite heruntergeladen oder frei bestellt werden.

Kontakt:
Prof. Dr. Nina Romanczuk-Seiferth
Leiterin AG Emotional Neuroscience/ AG Spielsucht
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Telefon: (030) 4505-1702 7
E-Mail: nina.seiferth@charite.de

Christine Köhler-Azara
Landesdrogenbeauftragte
Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales
Telefon: (030) 9028-1710
E-Mail: drogenbeauftragte@sengs.berlin.de