Flüchtlingsmanagement Berlin im Fokus: Versorgung und Unterbringung der Flüchtlinge auch während der Feiertage gesichert

Pressemitteilung vom 16.12.2015

Gestern wurden in Berlin 483 Flüchtlinge in Berlin aufgenommen. Derzeit kommen täglich durchschnittlich rund 400 Flüchtlinge neu in Berlin an. Der Zugang wird sich voraussichtlich auch in den nächsten Tagen auf diesem Niveau halten. Deshalb sind der Landesweite Koordinierungsstab Flüchtlingsmanagement (LKF) sowie viele andere hauptamtliche und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer auch an den bevorstehenden Feiertagen und zwischen den Jahren rund um die Uhr im Einsatz, um die neu eintreffenden Menschen unterzubringen und zu versorgen.

Situation am LAGeSo

Alle Flüchtlinge, die Berlin eintreffen, werden auch an den Feiertagen und zwischen den Jahren in Unterkünften untergebracht. Der Info-Point auf dem LAGeSo-Gelände wird zu diesem Zweck rund um die Uhr besetzt sein und wird die Unterbringung der Neuankömmlinge mit dem Koordinierungsstab organisieren. Mit Bussen werden die Menschen dann in die Unterkünfte gebracht.

In der Zeit vom 21. – 31. Dezember gilt folgende Regelung: An den Feiertagen und Wochenenden bleibt das LAGeSo – wie alle Berliner Behörden auch – geschlossen. An den Werktagen läuft der Arbeitsbetrieb wie gewohnt mit Terminkunden. Die Erstregistrierung findet in dieser Zeit am Standort Bundesallee statt.

Die durchgängige Öffnung der Wärmezelte – verbunden mit der Priorisierung der Wartenden – hat zu einer Entspannung der Gesamtsituation an der Turmstraße geführt. Ab sofort bekommt derjenige ein blaues Bändchen und damit einen Vorsprachetermin am Folgetag, dessen Termin am längsten zurückliegt. Die Anzahl der vergebenen Termine wird täglich mit dem vorhandenen Personal abgeglichen. Somit soll gewährleistet werden, dass nur so viele Termine vergeben werden, wie auch an einem Tag bearbeitet werden können. Zwei seit Montag am Standort tätige Kommunikationsteams des Deutsch-Arabischen-Zentrums (DAZ) unterstützen die Mitarbeiter des LAGeSo dabei, den wartenden Flüchtlingen die neue Regelung zu erklären. Darüber hinaus machen mehrsprachige Flyer das neue Verfahren bekannt. Die Flyer werden bereits verteilt. Flüchtlinge, die nur eine Kassenauszahlung oder eine Kostenübernahme brauchen, reihen sich in eigene Wartestrecken ein und werden unabhängig von der Terminvergabe bedient.

Medizinische Versorgung

Die ärztliche Versorgung für Flüchtlinge in Notunterkünften ist auch über die Feiertage und den Jahreswechsel sichergestellt. Dazu hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin mit der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales einen Vertrag geschlossen, der gestern unterzeichnet wurde. Vier Arztmobile des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (ÄBD) sind der Zeit vom 24. Dezember 2015 bis zum 4. Januar 2016 zusätzlich im Einsatz und werden bei Bedarf die Notunterkünfte anfahren, um akut erkrankte Flüchtlinge zu versorgen.
Parallel wird mit der KV ein grundsätzlicher Versorgungsvertrag verhandelt, der dann neben der Behandlung in allen Praxen auch die Aktivitäten der niedergelassenen Ärzte in Notunterkünften finanziell absichern wird.

Unterkünfte

Die Unterkunftssituation bleibt angespannt. Deshalb ist auch weiterhin die Ertüchtigung von Turnhallen zur Abwendung von unmittelbar drohender Obdachlosigkeit nötig. An der Eröffnung von weiteren Großunterkünften wird mit Hochdruck gearbeitet.

Informationen zu Sonderzügen

Auch zwischen den Jahren wird täglich ein Sonderzug mit Flüchtlingen in Schönefeld erwartet.
Nur am 25.12.2015 und am 01.01. 2016 werden voraussichtlich keine Sonderzüge ankommen.