Berliner Inklusionspreis 2014 verliehen

Pressemitteilung vom 12.12.2014

Der Berliner Inklusionspreis für die vorbildliche Beschäftigung schwerbehinderter Menschen wurde heute von der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales und dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) vergeben.

Drei Firmen sind mit dem in Höhe von 10.000 Euro dotierten Landespreis ausgezeichnet worden. „Es ist mir persönlich ein Bedürfnis, Unternehmen zu ehren, die schwerbehinderte Menschen bewusst beschäftigen, weil sie großen Wert auf gelebte Inklusion legen.“ Mit diesen Worten leitete Sozialsenator Mario Czaja die Übergabe der Preise, gemeinsam mit dem Präsidenten des LAGeSo Franz Allert, ein.

Die Gewinner des Berliner Inklusionspreises 2014 sind:

Kategorie „Kleinunternehmen“: Time Seven GmbH
Kategorie „Mittelständische Unternehmen“: Gebäudereinigung Petersohn
Kategorie „Großunternehmen“: GASAG Gruppe (Standort Berlin)

Die Time Seven GmbH ist ein junges Großhandels- und Produktionsunternehmen. Vier von insgesamt zehn Beschäftigten des Unternehmens haben ein Handicap. Die Beschäftigung dieser Personen ist besonders lobenswert, da die Firma nach dem Sozialgesetzbuch IX keiner Pflicht zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen unterliegt. Der Firmenchef, Jens Wasel, engagierte sich in der Vergangenheit ehrenamtlich in der Behindertenarbeit und öffnete bewusst sein Unternehmen für Menschen mit Schwerbehinderung. Für Beschäftigte einer Werkstatt für behinderte Menschen richtete Herr Wasel Außenarbeitsplätze ein.

Die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen der Firma Gebäudereinigung Petersohn liegt mit 12,5 % deutlich über der gesetzlichen Vorgabe. Für Schulabgänger mit Handicap sowie für behinderte Auszubildende des Annedore-Leber-Berufsbildungswerkes Berlin stellt der Dienstleister Praktikumsplätze bzw. Arbeitsplätze auf Probe zur Verfügung. „Wir freuen uns immer wieder über die Dankbarkeit, Herzlichkeit, das Engagement und die Lebensfreude unserer Kolleginnen und Kollegen mit Handicap“, teilte Inhaber und Geschäftsführer Ralf Thomas Petersohn im Bewerbungsschreiben seine persönlichen Erfahrungen im Umgang mit schwerbehinderten Beschäftigten mit.

Der traditionsreiche Dienstleister GASAG versorgt die Hauptstadtregion nicht nur zuverlässig mit umweltfreundlicher Energie, sondern übernimmt auch soziale Verantwortung: Die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen beträgt am Standort Berlin 6,4 %. Die Verantwortlichen der GASAG suchen stets nach Lösungen, um neue Beschäftigungsverhältnisse für schwerbehinderte Menschen zu schaffen bzw. vorhandene Arbeitsplätze zu sichern – so wie die UN-Behindertenrechtskonvention es fordert.

Die große Zahl an sehr guten Bewerbungen veranlasste die Jury, zusätzlich ein Unternehmen mit dem Berliner Sonderpreis 2014 auszuzeichnen. Der Preis in dieser Kategorie ging an das Bundesarchiv (Standorte Berlin-Lichterfelde & Berlin-Wilmersdorf). Sozialsenator Czaja würdigte bei der Preisverleihung die individuelle Ausrichtung der Förderung von schwerbehinderten Menschen sowie das Ausbildungskonzept der oberen Bundesbehörde.