10 Jahre Jugendsozialarbeit – eine Erfolgsgeschichte

Pressemitteilung vom 29.11.2016

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Jugendsozialarbeit dankt Bildungssenatorin Sandra Scheeres den Akteuren der 76 freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe, die an insgesamt 249 Schulen über Kooperationsverträge tätig sind: „Jugendsozialarbeit an Schulen unterstützt und stärkt Schülerinnen und Schüler und verringert die Anfälligkeit für Sucht, Gewalt, Schulabbruch und Ausgrenzung. Die Sozialarbeiterinnen und -arbeiter sind zusätzliche Partner für Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher bei der Gestaltung und Entwicklung des Lern- und Lebensortes Schule, denn sie begleiten und beraten Eltern bei der Ausübung ihrer Elternrolle. Sie sind Anker- und Netzwerkpunkt für externe Partner wie Jugendfreizeiteinrichtungen, Sportvereine, Jugendberufs-agenturen und sie ergänzen durch die Kooperation das schulische Handlungsrepertoire um die Expertise der Jugendhilfe.“

Seit 2006 wird das Programm „Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen“ kontinuierlich ausgebaut: Nicht nur die Anzahl der finanzierten Stellen hat sich verfünffacht, sondern auch die Anzahl der programmbeteiligten Schulen hat sich erhöht. Das im Mai 2006 für 20 Hauptschulen gestartete Programm wurde im September 2006 mit einer ESF-Finanzierung auf alle Hauptschulstandorte ausgedehnt und seit 2007 auf sonderpädagogische Förderzentren erweitert. Zum Schuljahr 2009/10 erfolgte die Ausweitung des Programms auf 74 Grundschulen. Zum Jahresbeginn 2010 wurden zudem 16 berufliche Schulen ins Programm aufgenommen. Die Mittel des Bildungs- und Teilhabepakets der Bundesregierung haben 2012 einen weiteren Ausbau des Programms um 90 Stellen erlaubt. Seit 2014 wird das gesamte Programm „Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen“ ausschließlich aus Mitteln des Bildungsetats der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft finanziert. In diesem Jahr wird das Programm „Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen“ an 128 Grundschulen, 61 Integrierte Sekundarschulen, 32 Förderzentren, 19 berufliche und zentralverwaltete Schulen und neun Gymnasien durchgeführt.

Zudem finanziert die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaften im Rahmen der „Sofortmaßnahme Flüchtlinge“ (www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/politik-aktuell/2015/meldung.350676.php) seit August 2015 zusätzliche 26 Stellen, um die sozialpädagogische Unterstützung und Integration von Kindern und Jugendlichen in Willkommensklassen bzw. mit Fluchterfahrungen in den Bezirken über das Programm zu unterstützen. Darüber hinaus wurden seit diesem August sechs inklusive Schwerpunktschulen mit zusätzlicher Schulsozialarbeit ausgestattet.

In der vergangenen Legislatur sind die Stellen für die Jugendsozialarbeit an Schulen von 165 im Jahr 2010 auf aktuell 279 gestiegen.

Sandra Scheeres: „Jugendsozialarbeit an Schulen trägt somit auf gesellschaftlicher Ebene zur Verminderung von Chancenungleichheiten bei und fördert die erfolgreiche Gestaltung von Bildungsprozessen möglichst aller Schülerinnen und Schüler.“