27 neue Schulen im Bonus-Programm - Schulen schließen über 3000 Verträge

Pressemitteilung vom 16.12.2015

Berlin unterstützt in diesem Schuljahr 241 Schulen mit zusätzlichen Mitteln aus dem Bonus-Programm. Durch die Aufstockung der Mittel von jährlich 15 Mio. € auf über 18 Mio. € können im kommenden Jahr auch 12 berufliche Schulen und 15 Schulen in freier Trägerschaft in das Programm aufgenommen werden.

„Ziel des Bonus-Programms ist es, die Bildungschancen der Schülerinnen und Schüler an Schulen in belasteten Sozialräumen zu verbessern und die Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft deutlich zu verringern. Ich freue mich, dass wir das Programm nun auch auf die Freien und beruflichen Schulen ausweiten können“, so Bildungssenatorin Sandra Scheeres.

Zwölf öffentliche berufliche Schulen, acht allgemeinbildende Schulen in freier Trägerschaft und sieben berufliche Schulen in freier Trägerschaft erfüllen die Kriterien. Das heißt, dass über 50% der Schülerinnen und Schüler von der Zuzahlung zu den Lernmitteln befreit sind. Die Schulen können die zusätzlichen Mittel dazu verwenden, um Benachteiligungen von Kindern und Jugendlichen im Bereich der Bildung und der emotional-sozialen Entwicklung auszugleichen und Projekte zu finanzieren, für die der Schule bisher keine gezielt einzusetzenden Mittel zur Verfügung standen.

Sachmittelverwendung

Die Schulen haben im Rahmen ihrer Projekte auch Sachmittel zur Gestaltung des Lernumfeldes eingesetzt. Dazu zählen die Ausstattung von Schul- und Medienbibliotheken, Sprachwerkstätten, Lernbüros und Räumen für forschendes Lernen im Ganztagsbereich, oft in Verbindung mit Projek-ten zur Lese- oder Sprachförderung, naturwissenschaftlicher Bildung oder Medienerziehung. Diese Projekte werden über Kooperationen mit Trägern oder Honorarkräften auch personell untersetzt.

Bis zum 11. Dezember 2015 hatten die Schulen im Programm 3.026 Verträge mit Kooperationspartnern bzw. Honorarkräften geschlossen.

Zielvereinbarungsprozess als Überprüfung der Wirkung des Programms

Eine Besonderheit des Bonus-Programms ist die Eigenständigkeit der Schulen bei der Entscheidung über den Einsatz der Mittel und der wachsende leistungsabhängige Anteil der zur Verfügung stehenden Mittel.

Ein transparentes und mit allen Beteiligten abgestimmtes Prüfverfahren zur Messung der Zielerreichung wurde entwickelt und zur Festlegung der Höhe des Leistungsbonus erstmals im Herbst 2015 angewandt. Im Beratungsprozess zwischen Schule und Schulaufsicht wurden im Jahr 2014 Zielstellungen entwickelt, die nach der Umsetzung an den Schulen zu messbaren Fortschritten führten.

Alle 218 Schulen, die 2014 in das Programm aufgenommen wurden, haben die Erfüllung der selbstgewählten und vereinbarten Zielstellungen an vorher festgelegten Indikatoren gemessen und gegenüber der Schulaufsicht nachweislich belegt. Schulen haben sich an ihren im Schulprogramm festgelegten Entwicklungsvorhaben orientiert, die Entwicklungshinweise der Schulinspektion genutzt und ihre Leistungsdaten wie Schulabschlüsse, Schuldistanz, Gewaltvorfälle oder Elternkontakte betrachtet.

Zusätzlich wird das Verfahren zur Umsetzung des Programms und seine Wirksamkeit durch das Deutsche Institut für pädagogische Forschung extern evaluiert. Die Evaluation zielt sowohl auf eine prozessbegleitende als auch auf eine ergebnisbezogene Untersuchung des Bonus-Programms ab. Erste Zwischenergebnisse werden im Frühjahr 2016 erwartet.