Qualitätsoffensive Lehrerbildung - Freie Universität Berlin setzt Projektantrag erfolgreich durch

Pressemitteilung vom 04.03.2015

Die Freie Universität Berlin ist mit ihrem Projektantrag „K2teach – Know how to teach“ erfolgreich bei der Qualitätsoffensive Lehrerbildung des Bundes und der Länder. Das Projekt der Freien Universität Berlin setzt auf den Erwerb grundlegender Handlungskompetenzen für Lehrkräfte in heterogenen Unterrichtsgruppen. Dies ist eine wesentliche Querschnittsaufgabe aus dem neuen Berliner Lehrkräftebildungsgesetz. Ziel ist die Professionalisierung der angehenden Lehrkräfte durch die Stärkung der Diagnosekompetenz und den Aufbau eines breiten Handlungsrepertoires zur Steuerung individueller Lernprozesse. Wesentliche Voraussetzung ist hierfür das neu eingeführte Praxissemester, in dem die Studierenden ihr Wissen im Schulalltag erproben können.

Der Antrag der Freien Universität Berlin hat ein Fördervolumen von 3,6 Mio. Euro.

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, nahm die gute Nachricht erfreut entgegen: „Ich gratuliere der Freien Universität Berlin und wünsche dem Projekt viel Erfolg. Alle lehrerbildenden Berliner Universitäten sollten auch die Chance auf eine Bewerbung in der zweiten Antragsrunde der Qualitätsoffensive Lehrerbildung nutzen. Dabei werde ich sie gerne unterstützen. Heterogene Unterrichtsgruppen sind in Berlin Realität, auf die unsere Lehrkräfte vorbereitet werden müssen. Dies soll das Lehrkräftebildungsgesetz sicherstellen und ich freue mich sehr über diese Flankierung aus der Wissenschaft.“

Bund und Länder hatten am 12. April 2013 die Qualitätsoffensive Lehrerbildung beschlossen, um neue Impulse in der Lehrerbildung zu setzen. In einem wettbewerblichen, breit wirkenden und kapazitätsneutralen Verfahren werden in den nächsten zehn Jahren bis zu 500 Mio. Euro bereitgestellt, die in zwei Förderphasen ausgereicht werden. Für die erste Förderphase bis 2018 sind zwei Bewilligungsrunden vorgesehen. An der zweiten Bewilligungsrunde, die im Juni starten wird, können sich auch Hochschulen beteiligen, deren Förderanträge nach Entscheidung in der ersten Bewilligungsrunde nicht gefördert wurden bzw. Hochschulen, die sich noch gar nicht beteiligt haben. Es sollte beachtet werden, dass ein solches Wettbewerbsverfahren in der Lehrerbildung für alle Beteiligten Neuland darstellt.