Zwei Kämpferinnen für Frauenrechte mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt

Pressemitteilung vom 12.10.2016

Berlins Bürgermeisterin und Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek Kolat hat zwei Kämpferinnen für Frauenrechte mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Patricia Schneider und Mariam Abrahami-Notten erhielten die Auszeichnung für ihr jahrelanges und herausragendes Engagement für Frauen, Kinder und Jugendliche.

Patricia Schneider erhält das Bundesverdienstkreuz für ihren Einsatz für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder. Sie ist Mitgründerin des Vereins BIG e. V. und Initiatorin der „BIG-Hotline“. BIG e. V. hilft seit 1994 Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden. Die BIG-Hotline gibt es seit 1999. Die in Berlin gesammelten Erfahrungen konnte Patricia Schneider auch auf die Bundesebene übertragen. Sie wirkte als Gutachterin an der Entwicklung eines bundesweiten Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ mit. Neben ihrem Engagement für die betroffenen Frauen hat Patricia Schneider auch immer die Einbeziehung des Kinderschutzes in die Interventionspraxis sowie die Arbeit mit Jugendlichen zur Prävention von häuslicher Gewalt mitgedacht.

Mariam Abrahami-Notten erhält die Auszeichnung, weil sie sich seit vielen Jahren für die Gewährleistung von Bildung und Sicherheit für Kinder und Jugendliche sowie die Förderung wirtschaftlicher Eigenständigkeit und beruflicher Perspektiven für Frauen einsetzt. Zu Ihrem Engagement gehört vor allem die konkrete Hilfe durch den Aufbau und die Unterstützung von Projekten und Hilfsorganisationen. Ein Schwerpunkt dieser Arbeit liegt zum Beispiel im afghanischen Kultur- und Kommunikationszentrum Berlin und in der Berliner FrauenfrAKTION. Außerdem hat sie den Unterstützungsverein für afghanische Kriegsopfer „Scheherazade“ mitbegründet, der zum Ziel hat, die Opfer der Kriege in Afghanistan zu unterstützen und ihre Not zu lindern. Der Verein baute ein Waisenhaus und eine Schule in Saradj und unterhält mehrere Projekte zur Selbstversorgung von Frauen und Witwen. Es gibt außerdem ein Frauenbüro für die dortige Frauenorganisation, eine Teppichweberei, eine Schneiderei und eine Bäckerei sowie einen kleinen Kindergarten.