Erste Unisex-Toilette in Berliner Hauptverwaltung eingerichtet

Pressemitteilung vom 24.11.2015

Als erste Hauptverwaltung hat die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen durch die Umwidmung bisheriger Damen- und Herrentoiletten vier „WCs für alle Geschlechter“ eingerichtet. Die Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, Barbara Loth, hat heute die erste Unisex-Toilette in der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen freigegeben und die neue Beschilderung angebracht.

Dazu Staatssekretärin Loth: „Mit der Einrichtung von WCs für alle Geschlechter möchten wir dazu beitragen, dass trans- und intergeschlechtliche Menschen bei einer so alltäglichen Sache wie der Nutzung einer öffentlichen Toiletten keine Diskriminierung mehr erleben. Als Senatsverwaltung möchten wir vorangehen und zugleich andere öffentliche und private Einrichtungen ermutigen, dem Beispiel zu folgen.“

Bislang sind die meisten öffentlichen Toiletten entweder für Frauen oder für Männer ausgeschildert. Für trans- und intergeschlechtliche Menschen gehört das zu den größten Problemen im Alltagsleben, da es hierbei zu einer Vielzahl diskriminierender und ausgrenzender Erlebnisse kommen kann. Hauptgrund sind die Geschlechterbilder von Mann oder Frau, die in unserer Gesellschaft vorherrschen und die für trans- und intergeschlechtliche Menschen häufig nicht zutreffen. Nicht selten sind diskriminierende Erlebnisse wie Raumverweise, beleidigende Äußerungen und sogar Gewaltandrohungen die Folge, sodass der Besuch öffentlicher Toiletten häufig ganz gemieden wird. Mit dieser Einrichtung von „WCs für alle Geschlechter“ macht der Senat einen ersten Schritt, um einen Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses vom Februar 2015 umzusetzen.