Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit

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Bild: SenArbIntFrau

Potenziale vor Ort bündeln:

Schaffung bzw. Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie Stärkung der lokalen Wirtschaft

Bezirkliche Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit (BBWA) existieren in allen Berliner Bezirken. Ihre grundsätzliche Zielstellung besteht darin, die bestehenden bezirklichen Entwicklungspotenziale intelligent zu vernetzen, um die Beschäftigungsfähigkeit benachteiligter Personengruppen zu erhöhen, zur Schaffung bzw. Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie zur Stärkung der lokalen Wirtschaft beizutragen.

Eine wichtige Grundlage der Arbeit sind Aktionspläne, die durch Entscheidungsgremien auf Bezirksebene (Steuerungsgruppen, Lenkungsgremien) erstellt, genehmigt und kontinuierlich fortgeschrieben werden. In den Gremien arbeiten Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksämter, Arbeitsagenturen, Jobcenter, von Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Wirtschaftsvereinen und -verbänden, Unternehmen, Gewerkschaften, Beschäftigungsgesellschaften, Bürgervereinen, Wohnungsbaugesellschaften etc. mit.

Die Grundlage der Bezirklichen Bündnisse bildet eine engagierte und verlässliche Zusammenarbeit lokaler Partnerinnen und Partner, deren Erfahrungen und Kenntnisse sich in der Arbeit der Bündnisse kreativ vernetzen und potenzieren.

Ein Ziel der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit ist die Bündelung finanzieller Ressourcen. Deshalb können Projekte mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln des Landes, des Bundes und der Europäischen Union unterstützt werden. Darüber hinaus stehen den Bezirklichen Bündnissen für Wirtschaft und Arbeit drei eigene Förderinstrumente zur Umsetzung ihrer Projekte zur Verfügung:

Partnerschaft-Entwicklung-Beschäftigung (PEB)

Mit dem Programm „Partnerschaft-Entwicklung-Beschäftigung“ (PEB) werden Projekte gefördert, die Beschäftigungspotenziale auf lokaler Ebene durch partnerschaftliche Ansätze partizipativ, integriert und nachhaltig erschließen. Die projektbezogene Förderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) beträgt maximal 50 Prozent der Projektsumme und höchstens 250.000 Euro. Die Laufzeit ist auf maximal drei Jahre begrenzt.

Wirtschaftsdienliche Maßnahmen im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit (WDM)

Mit dem Programm „Wirtschaftsdienliche Maßnahmen im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit (WDM)” wird die regionale Wirtschaftskraft auf Ebene der Berliner Bezirke gestärkt, um damit direkt oder indirekt Beschäftigungseffekte auszulösen. Aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) können bis zu 50 Prozent der projektbezogenen Ausgaben, höchstens jedoch 250.000 Euro in Form eines Zuschusses finanziert werden. Die Projektlaufzeit ist auf maximal drei Jahre begrenzt.

Lokales Soziales Kapital (LSK)

Mit dem Programm „Lokales Soziales Kapital (LSK)” können Mikroprojekte zur Verbesserung des sozialen Zusammenhalts und der Beschäftigungschancen von benachteiligten Personengruppen unterstützt werden. Es werden Kleinstvorhaben mit maximal 10.000 € gefördert. Die Finanzierung erfolgt in Form einer Zuwendung als Vollfinanzierung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und Landesmitteln. Die Förderzeitraum beträgt maximal ein Jahr.