Trans* in Arbeit - Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von transgeschlechtlichen Menschen in der Arbeitswelt

Gesicht mit farbigen Streifen
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Transgeschlechtliche Menschen sind beim Zugang zu Arbeit oder am Arbeitsplatz mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Zum einen erleben sie Verunsicherungen, zum anderen auch Diskriminierungen. Um die Situation von transgeschlechtlichen Menschen bei der Jobsuche und im Betrieb zu verbessern, spielen Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer, Sensibilisierung und Empowerment eine entscheidende Rolle. An dieser Stelle hat das durch das PROGRESS Programm der Europäischen Union finanziell unterstützte einjährige Projekt „Trans* in Arbeit“ angesetzt, das von der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen entwickelt und in 2013/2014 umgesetzt worden ist.

Die Hauptzielgruppen des Projekts bildeten Schlüsselpersonen aus den Bereichen Arbeit und Beruf. Dazu zählten beispielsweise Personalverantwortliche und Führungskräfte in Unternehmen, Betriebs- oder Personalratsangehörige, Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsagenturen und Jobcenter, der Industrie- und Handelskammer zu Berlin und der Sozialpartner, LSBT-Mitarbeiternetzwerke, Vertreterinnen und Vertreter der Öffentlichen Verwaltungen auf europäischer, nationaler und Landesebene sowie trans- und intergeschlechtliche Menschen und ihre Organisationen.

In verschiedenen thematischen Fachrunden hatten diese Schlüsselpersonen die Gelegenheit, sich über ihre unterschiedlichen Erfahrungen mit geschlechtlicher Vielfalt auszutauschen sowie gemeinsam Probleme und Barrieren zu identifizieren, Lösungsstrategien zu erörtern und praxisorientierte Empfehlungen zu entwickeln.

Spezifisches Wissen zu Trans* zu generieren und bedarfsgerecht aufzubereiten, war ebenso ein zentrales Anliegen von Trans* in Arbeit. Um dem Bedürfnis nach Aufklärung und Wissenstransfer von verschiedenen Arbeitsbereichen zu entsprechen, wurde eine Serie unterschiedlicher Trans*-in-Arbeit-Materialien entwickelt, zum Beispiel für den Bereich Personalmanagement, für Beschäftigtenvertretungen, für Vorgesetzte und das Team und für Trans*Menschen selbst. Darüber hinaus wurden auch konkrete Empfehlungen veröffentlicht, um die Situation von Trans*Menschen in der Arbeitswelt zu verbessern.

Unter dem Motto „Wissen erweitern, Handlungskompetenz stärken!” hat die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen Fortbildungen zu Trans* in Arbeit für Unternehmen, Gewerkschaften, Verbände, Verwaltungen und Schlüsselpersonen aus dem Bereich Arbeit und Beruf durchgeführt. Im Einzelnen wurden Führungskräfte und Mitarbeitende der Berliner Verwaltungen und Landesbetriebe, Personal- und Betriebsratsmitglieder beim Deutschen Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg (DGB) sowie Mitarbeitende aus dem Personalbereich bei der Berliner Polizei fortgebildet. Auch weiterhin können Interessierte entsprechende Seminare besuchen, die im Rahmen der LADS-Akademie angeboten werden.