Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten im DGB-Haus

Beratungsstelle Migranten

Das Team der Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten berät kostenlos Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sämtlicher Nationalitäten. Dabei greift sie auf langjährige einschlägige Erfahrung zurück. Die Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten bei Arbeit und Leben (VHS/DGB) Berlin-Brandenburg wurde bereits 1970 eingerichtet, ursprünglich als „Ausländerberatungsstelle“ in Trägerschaft des DGB Berlin-Brandenburg.

Die Schwerpunkte der Beratung sind insbesondere:

  • Fragen, die sich aus dem Recht der Herkunftsländer ergeben, insbesondere wenn auch dort sozialversicherungspflichtig gearbeitet worden war, sowie Fragen aus bi- bzw. multilateralem Recht
  • Arbeitsmarkt- und sozialpolitische sowie ausländerrechtliche Fragen, unter anderem zu Arbeitslosigkeit, Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II, Arbeitsverträge, Arbeitspapiere, Abmahnung, Kündigung, Abfindung, Erwerbsminderung und -unfähigkeit, Rente
  • Fragen bei der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen
  • Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung sowie der Umschulung
  • Fragen zur Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis und Einbürgerung
  • Soziale Fragen wie z. B. Mietangelegenheiten oder Kinder- und Elterngeld

Die Beratungsstelle bietet den Ratsuchenden fundiertes Fachwissen in neun verschiedenen Sprachen: Deutsch, Türkisch, Polnisch, Griechisch, Englisch, Kurdisch, Russisch, Französisch und Arabisch. Die Beratung umfasst eine Erstberatung und erforderliche Folgeberatungen.

Die Entwicklung von Beratungsthemen und Zielgruppen spiegelt die Geschichte der Migration nach Deutschland und die integrations- und sozialpolitischen Debatten wider. So unterstützte die Beratungsstelle in den letzten Jahren Ratsuchende, insbesondere türkischstämmige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der „ersten Generation“, zum Thema Altersarmut.

Auch von Mieterhöhungen und von Wohnungslosigkeit bedrohte Ratsuchende hat die Beratungsstelle jüngst sehr häufig begleitet. Seit etwa zwei Jahren gehören auch Geflüchtete zur Zielgruppe, bedingt durch deren verstärkte Aufnahme in Deutschland und den erleichterten Zugang zum Arbeitsmarkt.