Berliner Landeszuschuss für kleine und mittlere Unternehmen

Figur mit Job auf dem Rücken
Bild: despositphoto_Art3d

Der Landeszuschuss für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wurde im Herbst 2013 neu konzipiert. Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales fördert mit diesem Instrument die Schaffung guter Arbeitsplätze bei der Einstellung von Arbeitslosen, Empfängerinnen und Empfängern von Aufstockungsleistungen sowie Teilnehmenden aus Beschäftigungs- bzw. Qualifizierungsmaßnahmen. Denn nachhaltige Arbeitsmarktpolitik bedeutet, Arbeitsplätze mit auskömmlichem Einkommen für Erwerbslose auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erschließen.

  • Mit dem Programm können kleine und mittlere Unternehmen einen Zuschuss erhalten, wenn sie Arbeitslose, erwerbstätige Arbeitslosengeld II-Empfangende oder Menschen aus öffentlich geförderter Beschäftigung einstellen.
  • Unternehmen können auch gefördert werden, wenn sie „Minijobber“, teil- und vollzeitbeschäftigte Erwerbstätige sowie Selbstständige, deren Einkommen regelmäßig nicht zum Lebensunterhalt ausreicht und die deswegen auf ergänzende Aufstockungsleistungen der Jobcenter angewiesen sind, in Vollzeit beschäftigen und entsprechend bezahlen.

Berliner Unternehmen sollen durch den Zuschuss motiviert werden, Menschen aus den genannten Gruppen einzustellen, faire Löhne und Gehälter zu zahlen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst nachhaltig zu beschäftigen. Der Zuschuss ist daher nach Dauer des Arbeitsvertrags und Höhe des Gehalts gestaffelt und beträgt maximal 12.000 Euro. Die Antragsbearbeitung darf nicht länger als 14 Tage dauern.

Der Landeszuschuss stellt eine Neuerung gegenüber bisherigen Lohnkostenzuschüssen des Landes und gegenüber dem Eingliederungszuschuss (EGZ § 88 ff SGB III) der Agenturen für Arbeit und Jobcenter dar. Während letztere auf dem Prinzip des „Minderleistungsausgleichs“ beruhen, macht sich der Landeszuschuss das Prinzip „Gute Arbeit“ zu nutze. Fördertechnisch kommt der Landeszuschuss ohne Nachbeschäftigungspflicht aus, was ihn ebenfalls von gängigen Lohnkostenzuschüssen unterscheidet. Durch die Förderbedingungen werden potentielle Mitnahmeeffekte stark eingegrenzt.

Zwei Ziele verfolgt die Senatsverwaltung mit dem Landeszuschuss KMU:

  • Gute Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt fördern.
  • Die kleinen und mittleren Unternehmen unterstützen, die einen wichtigen Beitrag für die Berliner Wirtschaft leisten.

Die Bedingungen:

  • Kleine und mittlere Unternehmen mit Geschäftssitz in Berlin
  • Vertragsverhältnis mindestens 12 Monate
  • Vollzeitbeschäftigung von mindestens 35 Wochenstunden
  • Bruttogehalt mindestens 1.300 Euro (8,50 Euro Mindeststundenlohn)
  • Fördersumme von 2.500 bis 12.000 Euro (nach Dauer des Arbeitsvertrags und Höhe des Gehalts)
  • Einstellung von arbeitslosen oder ergänzende Leistungen beziehenden Berlinerinnen und Berlinern

Interessierte Unternehmen können über die Hotline (030) 2840-9284 Kontakt aufnehmen. Oder direkt auf der Website ihre Fördersumme berechnen und unkompliziert einen Antrag auf Förderung stellen.