Berlin und die Europäische Beschäftigungsstrategie

Die Landesarbeitsmarktpolitik in Berlin orientiert sich an den Zielen der Europäischen Beschäftigungsstrategie und fördert Maßnahmen, die den Zielen der Strategie Europa 2020 entsprechen. Diese Aktivitäten werden durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. In der laufenden Förderperiode konzentriert sich die Berliner Gesamtstrategie für die Strukturfonds auf die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und die Schaffung von Beschäftigung in der Stadt. Die Gesamtstrategie basiert auf den drei zentralen Handlungsfeldern Wirtschaft, Wissen sowie Umwelt/nachhaltige Stadtentwicklung und Integration. Hier finden Sie weitere Informationen über die Verwendung der EU-Strukturfondsmittel in Berlin

BerlinArbeit

Das Programm BerlinArbeit ist die strategische Neuausrichtung der Arbeitsmarkt- und Berufsbildungspolitik des Landes Berlin in der Legislaturperiode 2011-2016, deren Eckpunkte der Berliner Senat am 3. Juli 2012 angenommen hat. Es bildet die Grundlage für einen umfassenden und kooperativen Politikansatz zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Berlin. Mit der Umsetzung von BerlinArbeit leistet das Land Berlin auch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der beschäftigungspolitischen Ziele der Strategie Europa 2020. Die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen hatte dazu unter dem Titel „BerlinArbeit – Gute Arbeit – Erfahrungen in Europa“ im November 2012 eine Tagung durchgeführt. Hier finden Sie eine ausführliche Dokumentation der Tagung.

Am 27. Juni 2013 zog Senatorin Dilek Kolat im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung „Es geht voran – Ein Jahr BerlinArbeit“ eine erste Zwischenbilanz der Programmumsetzung und gab einen Ausblick auf die kommenden Jahre. Am 2./3. Juni 2015 fand auf Einladung der Senatorin in Berlin eine internationale Konferenz zum Thema „Erfolgreiche Ansätze zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Europa – Beispiel BerlinArbeit“ statt.

Am 21. Juni 2016 stellte die Senatorin dem Senat einen Bericht über eine Bilanz von BerlinArbeit nach vier Jahren vor. Die im Programm formulierten vier übergeordneten Ziele der Berliner Arbeitsmarkt- und Berufsbildungspolitik wurden alle erreicht. Die Broschüre BerlinArbeit – Eine Bilanz nach vier Jahren dokumentiert die Ergebnisse des Programms, die Entwicklungen, die sich auf dem Berliner Arbeitsmarkt vollzogen haben und die neuen Herausforderungen, die sich für die Arbeitsmarkt- und Berufsbildungspolitik ergeben.

Bezirkliche Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit

Zum Konzept der Europäischen Beschäftigungsstrategie gehört es, die regionale und lokale Ebene bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit einzubeziehen. In diesem Kontext werden in Berlin seit 1999 Bezirkliche Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit (BBWA) geschlossen. Ziel der BBWA ist es, durch die Beteiligung verschiedener Partner vor Ort und deren Vernetzung Handlungsstrategien zu entwickelt, um neue Beschäftigungs- und Ausbildungsplätze zu schaffen und die lokale Wirtschaft wie auch die soziale Infrastruktur zu stärken.

Lokales Soziales Kapital (LSK) und Partnerschaft-Entwicklung-Beschäftigung (PEB)

Zur Umsetzung der Handlungsfelder der BBWA können u. a. die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanzierten (ESF) Programme „Lokales Soziales Kapital (LSK)” und „Partnerschaft-Entwicklung-Beschäftigung (PEB)“ genutzt werden. Diese beiden Programme stehen ausschließlich den BBWA zur Verfügung.

Durch das Programm LSK werden im Land Berlin Mikroprojekte finanziell unterstützt, die lokale Beschäftigungschancen für arbeitslose und nicht erwerbstätige Personen entwickeln und soziale Kompetenzen bei der Zielgruppe fördern. Mit dem Programm PEB werden innovative Modellprojekte gefördert, die zu einer Verbesserung der sozialen Integration und Beschäftigungsfähigkeit von besonders arbeitsmarktfernen Personen auf lokaler Ebene führen. Mit den Projekten werden die benachteiligten Personen in ihrem Lebensumfeld angesprochen, um ihre soziale und berufliche Integration zu erleichtern.